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Nach Nieren-Transplantation: „Von nun an sind wir wie eine Familie“

Der Spender der Niere, Yigal Yehoshua, war während der Unruhen in Lod getötet worden
Der Spender der Niere, Yigal Yehoshua, war während der Unruhen in Lod getötet worden (© Imago Images / ZUMA Wire)

Eine arabische Israelin erhielt die Niere eines in Lod von arabischen Randalierern getöteten Juden.

Die 58-jährige christliche Araberin Randa Aweis erhielt per Transplantation eine neue Niere vom 56-jährigen Yigal Yehoshua der am vergangenen Montag starb, sechs Tage nachdem er im Zuge der der antijüdischen Ausschreitungen in Lod von einem Stein am Kopf getroffen wurde.

Die Transplantation wurde im Hadassa-Universitätsspital in Ein Kerem durchgeführt wo Awais aus dem Talpiot-Viertel Jerusalems seit neun Jahren in Behandlung war. Die Transplantation wurde von den Ärzten Dr. Ashram Imam und Dr. Abed Halaila durchgeführt. Aweis dankte mittwochs der Witwe Yehoshuas. „Wir sind von nun an wie eine Familie“, sagte die Mutter von sechs Kindern.

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Yigal Yehoshua war am Heimweg von der Synagoge angegriffen worden. Die Angreifer hatten in Lod mehrere Synagogen angezündet und Autos zerstört. Wie werden die Mörder zur Rechenschaft ziehen, kündigte Premier Netanyahu an nach dem Tod von Yehoshua: „Niemand wird der Strafe entgehen.“

Anstatt verbittert zu sein, entschloss sich die Familie des Ermordeten, Leben zu spenden. Die Lunge erhielt ein 69-Jähriger, seine Leber eine 22-Jährige, eine Niere erhielt Aweis und eine zweite Niere ein 67-Jähriger. Aweis 29-jährige Tochter hatte vom Lynchmord gehört, hatte aber keine Ahnung dass der Getötete zum Lebensretter für ihre Mutter werden würde.

Der die Transplantation durchführende Arzt Halaila, selbst Araber, betonte, Mediziner würden nicht zwischen Volkszugehörigkeit und Religion unterscheiden, und erklärte, dass es schwer gewesen sei die Operation durchzuführen – wissend, dass das Organ von jemand heimtückisch Ermordeten stamme.

Die zweite Niere erhielt Itzik Hodera im Beilinson-Spital in Petach Tikwa, der seit zehn Jahren an Nierenproblemen gelitten und seit 2019 auf eine Spenderniere gewartet hatte. Drei Tage in der Woche für jeweils vier Stunden sei er an eine Dialysemaschine angeschlossen gewesen, erzählte seine Frau. Die Hoderas lebten in Eilath und mussten 350 km weit reisen, nachdem sie kurzfristig verständigt über die Spenderniere verständigt worden waren: „Wir waren besorgt, weil wir uns schnell im Dunkel der Nacht schnell auf die Fahrt machen mussten“, erzählte Ehefrau Ilana.

Die Überlebensrate bei Nierentransplantationen beträgt nach einem Jahr neunzig Prozent. „Wir können wieder hoffen, dank der edlen Familie des Ermordeten. Er starb, schenkte aber vielen das Leben durch seine Organe“, sagten beide Familien deren Mitglieder Nieren erhielten mit ähnlichen Worten.

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