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Weltbank warnt, dass Irak Wasser ausgeht

Durch anhaltende Hitze und Trockenheit droht dem Irak, das Wasser auszugehen
Durch anhaltende Hitze und Trockenheit droht dem Irak, das Wasser auszugehen (© Imago Images / robertharding)

Die Weltbank warnt in einem neuen Bericht davor, dass der Klimawandel den Irak besonders hart trifft, was verheerende Auswirkungen auf die Arbeitlosgkeit und die Wirtschaft haben wird.

Rudaw

„Bis 2050 würde ein Temperaturanstieg von einem Grad Celsius und ein Niederschlagsrückgang von 10% zu einem Rückgang des verfügbaren Süßwassers um 20% führen. Unter diesen Umständen wird bis zum Jahr 2050 fast ein Drittel der bewässerten Flächen im Irak kein Wasser mehr haben“, heißt es in einem Bericht der Weltbank über die irakische Wirtschaft.

Unter dem Titel „The Slippery Road to Economic Recovery« („Der rutschige Weg zur wirtschaftlichen Erholung“) wird in dem Bericht die Warnung ausgesprochen: „Die wirtschaftlichen Aussichten des Irak haben sich zwar aufgrund der höheren Ölpreise verbessert und das BIP wird bis 2023 voraussichtlich um mehr als sechs Prozent wachsen. Aber ohne beschleunigte Wirtschaftsreformen könnten unvorhergesehene innenpolitische und fiskalische Risiken zu Rückschlägen führen“.

Ein Versäumnis bei der Bewirtschaftung der Wasserressourcen sei ein Faktor, der der Wirtschaft schade, so der Bericht. Ein Rückgang des verfügbaren Süßwassers um 20% würde auch eine höhere Arbeitslosigkeit bedeuten: „Die Nachfrage nach ungelernten Arbeitskräften könnte in der Landwirtschaft um 11,8% und in nicht-landwirtschaftlichen Tätigkeiten um 5,4% zurückgehen. Das BIP könnte im Vergleich zu 2016 um bis zu 4% oder 6,6 Milliarden US-Dollar sinken.“

Das vergangene Jahr war ein sehr trockenes Jahr, und die Landwirte im ganzen Land mussten mitansehen, wie ihre Ernten verdorren und die Erträge sinken. Das Landwirtschaftsministerium teilte vergangenen Monat mit, dass die Regierung einen Plan erlassen hat, die diesjährige Winterernte in bewässerten Gebieten wegen Wassermangels um 50 Prozent zu reduzieren.

Der Irak steht weltweit an fünfter Stelle der Länder, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind, vor allem, was Wasser- und Nahrungsmittelknappheit anbelangt.

Geringe Niederschlagsmengen und hohe Temperaturen, die durch den Klimawandel verursacht werden, lassen die Wasservorräte im ganzen Land schwinden. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen im Irak ist von der Bewässerung abhängig, und Dämme und Stauseen hatten in diesem Sommer einen rekordverdächtig niedrigen Wasserstand.

(Aus dem Artikel World Bank warns Iraq is running out of water, der bei Rudaw erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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