
Euphrat und Tigris: Irak fordert mehr Wasserabgabe von Türkei
Die Staudämme an den Flussoberläufen in der Türkei sind neben Klimawandel und schlechtem Ressourcenmanagement der Hauptgrund für den Wassermangel im Irak.

Die Staudämme an den Flussoberläufen in der Türkei sind neben Klimawandel und schlechtem Ressourcenmanagement der Hauptgrund für den Wassermangel im Irak.

Der Iran steht weltweit an fünfter Stelle beim Grundwasserverbrauch, wobei sich die Hälfte der Grundwasserleiter derzeit in einem kritischen Zustand befindet.

Der Irak hat in nur zwei Jahren eine Million Bäume verloren, da Dürre und Klimawandel die ohnehin schon spärliche Vegetation des Landes zerstören.

Kaum ein Land ist von der globalen Erwärmung so betroffen wie der Irak. Steigende Temperaturen und unzureichende Niederschläge wirken sich katastrophal aus.

Die Auswirkungen des Wassermangels auf die irakische Landwirtschaft sind schon heute spürbar. Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll es noch schlimmer werden.

Die schwerste Dürre seit Jahrzehnten zerstört Syriens Ernten und bedroht die Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen.

Seit Jahren sind in Syrien die Auswirkungen einer anhaltenden Dürre zu spüren. Der chronische Wassermangel entwickelt sich zu einem weiteren Konflikttreiber im Nahen Osten.

Die Landwirte im Südirak haben mit akutem Wassermangel zu kämpfen, der viele von ihnen dazu zwingt, Ackerbau und Viehzucht aufzugeben und auf der Suche nach alternativen Einkommensquellen in städtische Gebiete abzuwandern.

Von Bassam Tawil. Während Israel seinen Verpflichtungen aus dem Osloer Wasserabkommen von 1995 immer nachgekommen ist, haben die Palästinenser das Abkommen kontinuierlich gebrochen.

Der Klimawandel, das ungebremste Wachstum und gigantomanische Bauvorhaben bringen die Wasserversorgung Istanbuls an ihre Grenzen.

Seitdem Äthiopien 2020 seinen Nil-Staudamm in Betrieb genommen hat, ringen die Anrainerstaaten um die Verteilung des Wassers.

Die beiden wichtigsten irakischen Flüsse, Euphrat und Tigris, könnten bis zum Jahr 2040 völlig ausgetrocknet sein, werden nicht bald Maßnahmen gegen den sinkenden Wasserstand gesetzt.

Von Volker Seitz. Israel ist für viele Länder Afrikas ein Vorbild dafür, wie man mit der raren Ressource Wasser so umgeht, dass Wassermangel kein Thema mehr ist.

Die türkische Militäroffensive im Oktober 2019 beschädigte die Wasserstation in Sari Kani und schnitt die Gebiete der Kurden von der Wasserversorgung ab.

Die Sümpfe im Südirak sind nicht nur Naturreservate, sondern bieten auch ihren Bewohnern eine Lebensgrundlage, die zu versiegen droht.

Der jahrelange Regenmangel führt dazu, dass Tunesiens Bürgern mehreren Stunden pro Nacht das Trinkwasser abgedreht wird.

Eine schwere Dürre hat die Feuchtgebiete in der südirakischen Provinz Dhi Qar in eine karge Wüste verwandelt, sodass sie vom endgültigen Austrocknen bedroht sind.

Es war der Fluss, der den biblischen Garten Eden bewässert und zur Entstehung der Zivilisation beigetragen haben soll, doch heute liegt der Tigris im Sterben.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden verschiedene Abkommen zur Wassernutzung zwischen Jordanien und Syrien abgeschlossen, wobei Syrien immer wieder gegen die Vereinbarungen verstößt.

Ausgerechnet dem Irak, einst das Wasserreservoir der Region und unter dem Namen Zweistromland bekannt, könnte in wenigen Jahren das Wasser ausgehen.

Die Weltbank warnt davor, dass der Klimawandel den Irak besonders hart trifft, was verheerende Auswirkungen auf die Arbeitlosgkeit und die Wirtschaft haben wird.

Israel wird immer wieder vorgeworfen, die Palästinenser beim Wasser gefährlich knapp zu halten, sich selbst aber hemmungslos zu bedienen. Doch das ist ein Mythos.