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Syrien: World Food Programme muss Hilfsleitungen erneut reduzieren

Das World Food Programme muss seine Hilfsleistungen für Syrien erneut einschränken
Das World Food Programme muss seine Hilfsleistungen für Syrien erneut einschränken (© Imago Images / Belga)

Als Grund für die erneute Kürzung der ausgegebenen Essensrationen wurden die Corona-Krise, Finanzknappheit und die Krisen im Jemen und in Afghanistan genannt.

Sultan al-Kanj, Al-Monitor

Das World Food Programme (WFP) hat den Inhalt der Lebensmittelkörbe reduziert, die den Bedürftigen in allen syrischen Gebieten, insbesondere im Nordwesten, zur Verfügung gestellt werden. Die Syrian Response Coordination Group (RCG), eine in Idlib ansässige humanitäre Nichtregierungsorganisation, die die Vertriebenen unterstützt, sagte daraufhin in einer Erklärung, dass mit der neuerliche Kürzung die tägliche Ernährung kaum noch gewährleistet werden könne.

Die RCG warnte alle humanitären Organisationen davor, die Hilfe weiter zu reduzieren, da dies zu einer unkontrollierbaren Hungersnot führen könnte. Sie rief alle internationalen Organisationen dazu auf, die Unterstützung für die Zivilbevölkerung in dem Gebiet zu verstärken und wies darauf hin, dass die Zahl der Bedürftigen 3,4 Millionen übersteigt.

Die Lebensmittelkörbe wurden im vergangenen Jahr mehrfach gekürzt. Mohamad Karnebo, der für eine der Organisationen arbeitet, die über das WFP Hilfe verteilen, erklärte gegenüber Al-Monitor, dass die Lebensmittel monatlich an die Familien verteilt werden und Bulgur, Reis, ganze Linsen, Kichererbsen, Pflanzenöl, Salz, Zucker und Mehl enthalten.

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Jede Familie erhalte einen gleich großen Korb, der jedoch für eine große Familie nicht ausreicht. Bei den jüngsten Kürzungen des Lebensmittelkorbs sei das Pflanzenöl von sechs auf vier Liter reduziert worden. Zucker wurde von sechs auf fünf Kilogramm und Bulgur von 15 auf 7,5 Kilogramm reduziert.

Mohammed al-Hallaj, der in Idlib ansässige Direktor der RCG, erklärte gegenüber Al-Monitor, der Grund für die jüngste Reduzierung sei der Ausbruch des Coronavirus sowie der Mangel an finanziellen Mitteln und die Notwendigkeit, Nahrungsmittel für andere bedürftige Regionen wie Jemen und Afghanistan zu sichern.

(Aus dem Artikel Humanitarian agency reduces food aid to displaced Syrians in Idlib“, der bei Al-Monitor erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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