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Palästinensischer Terroranschlag in israelischer Stadt Elad

Terroranschlag an israleischem Unabhängigkeitstag
Terroranschlag an israleischem Unabhängigkeitstag (© Imago Images / Xinhua)

Die Zahl der tödlichen Angriffe in Israel nimmt kein Ende. Gestern Abend, am israelischen Unabhängigkeitstag, wurden in Elad mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt.

Wie überall in Israel wurde gestern auch in Elad der 74. Unabhängigkeitstag des israelischen Staates gefeiert. In ausgelassener Stimmung versammelten sich die Menschen mit ihren Familien und Kindern in Parks und auf öffentlichen Plätzen mit Picknickkörben, um das Bestehen ihres Landes zu feiern.

Doch in Elad wurde die fröhliche Stimmung jäh beendet, als zwei Männer, die mit Messern und Äxten bewaffnet waren, in der Nähe des Elad Amphitheatre Parks und in der Hauptstraße Ibn Gvirol wahllos israelische Bürger, Väter zahlreicher Kinder, mit ihren Waffen abschlachteten und ein wahres Massaker anrichteten. Sie schlugen drei Männer zu Tode und verletzten mindestens vier weitere schwer. Danach konnten sie in einem Auto flüchten.

Der Sanitäter des Roten Davistern (Magen David Adom, MDA) Moti Tsinvert, der als einer der ersten bei den Verletzten eintraf, zeigte sich zutiefst erschüttert:

»In all meinen Jahren als Notfallsanitäter habe ich noch nie eine so fürchterliche Szene mit mehreren Verletzten mit erheblichen Stichverletzungen erlebt.«

Großfahndung

Die israelischen Sicherheitskräfte begannen sofort mit einer groß angelegten Fahndung, bei der Kontrollpunkte eingerichtet, Straßensperren aufgestellt und auch Polizeihubschrauber eingesetzt wurden.

Der Polizei gelang es, die Attentäter zu identifizieren. Unmittelbar darauf veröffentlichte sie Fotos der beiden jungen Männer und rief die Bevölkerung, die sich großteils im Freien befand, dazu auf, Schutz zu suchen. Bei den Terroristen handelt es sich um zwei 19- bzw. 20-jährige Palästinenser aus der Gegend von Jenin im Westjordanland. Jenin gilt als die Terrorhauptstadt, aus der zahlreiche Attentäter, die in den letzten Monaten tödliche Anschläge in Israel verübten, stammen.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen handelt es sich um Palästinenser, die sehr wahrscheinlich durch eine Lücke im Sicherheitszaun nach Israel eindrangen. Informationen aus dem Verteidigungsministerium lassen vermuten, dass die beiden die Stadt Elad kannten und möglicherweise sogar dort gearbeitet haben.

Nach dem Angriff traf sich Premierminister Naftali Bennett mit hochrangigen Beamten des Verteidigungsministeriums zu einer Lagebeurteilung. Am Freitagmorgen erklärte er:

»Unsere Feinde haben einen mörderischen Feldzug gegen Juden begonnen, wo immer sie sind. Ihr Zweck ist es, unseren Geist zu brechen, aber sie werden scheitern.«

Verteidigungsminister Benny Gantz traf sich mit dem Stabschef der israelischen Verteidigungskräfte (IDF) Aviv Kohavi und veranlasste, die Schließung des Westjordanlandes und des Gazastreifens bis Sonntag zu verlängern. Ursprünglich sollte die Sperre Freitagabend aufgehoben werden. Zusätzlich wurde beschlossen, die Truppen im Westjordanland weiter zu verstärken.

Der Angriff in Elad ist der sechste tödliche Angriff seit Ende März, bei denen insgesamt achtzehn israelische Bürger getötet wurden.

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