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Delegimtierung Israels: Der Zweck der antijüdischen UNO-Resolutionen

Von Tina Adcock

Am gestrigen Morgen traten die Resolution 28 und 29 der PX-Kommission des Executive Boards der UNESCO in Kraft – unter dem Titel „Occupied Palestine“. Diese Resolutionen legen den Status des Grabes der Patriarchen in Hebron, sowie Rachels Grab in Bethlehem als „integralen Bestandteil des besetzten Palästinensischen Territoriums“ fest. Verurteilt wurde damit auch die Installation eines Sicherheitszauns sowie alle anderen Handlungen, die „den Charakter, den Status und die demographische Zusammensetzung des besetzten Palästinensischen Territoriums“ ändern würden. Beide Resolutionen wurden von Jordanien, Ägypten, Marokko, Libanon, Qatar, Sudan und Oman eingebracht und innerhalb von Minuten während eines Kommissionstreffen verabschiedet, welchem alle 59 Mitgliedsstaaten des UNESCO-Exekutivkomitees beiwohnten.

Israel ist kein Mitglied des Exekutivkomitees und tritt zum 31. Dezember 2018 vollständig aus der UNESCO aus. Auch die USA kündigten ihren Austritt an, da sie den anti-israelischen Kurs der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur als nicht mehr tolerabel empfanden. Auch deswegen trifft es Israel in diesen Tagen sehr hart, dass Nikki Haley, die US-Botschafterin der UN, ihren Posten zum Ende des Jahres aufkündigt, da sie als eine der engsten Verbündeten des jüdsichen Staates gilt. Bereits 2011 froren die USA ihre Beitragszahlungen an die UNESCO ein, da in diesem Jahr Palästina in die Organisation aufgenommen wurde, obwohl dieser Schritt den Osloer Vereinbarungen wirdersprach. Auf Grunde mehrfacher antiisraelischer Beschlüsse, die jeglicher historischer und faktischer Grundlage entbehrten, verringerte auch Israel die Beitragszahlungen. Doch was sind diese anti-israelischen Beschlüsse eigentlich?

Im Mai 2017 verabschiedeten 22 Staaten eine UNESCO-Resolution, die die historische Verbindung des Judentums zu Jerusalem verneint. Die Resolution „Occupied Palestine“, sagt aus, das Israel weder eine legale, noch eine historische Verbindung zu Jerusalem und auch keinerlei Anspruch auf irgendein dortiges Gebiet habe. Des Weiteren wurden Restaurations- und Ausgrabungsarbeiten in Jerusalem und Hebron auf das Schärfste verurteilt und es wurde die Aufhebung der Sperre zu Gaza gefordert, ohne auch nur einmal die Angriffe und die Gefahren aus der Region zu benennen. Unerwähnt blieb auch die  Zerstörung von Artefakten durch den Bau der unterirdischen Moschee in „Salomons Ställen“ im südlichen Teil des Tempelbergs. Archäologische Schätze wurden rücksichtslos von Bulldozern auf Lastwagen geladen und fanden ihr Ende auf einer Müllkippe. Diese wurden danach von israelischen Archäologen ausgegraben, man fand Speerspitzen, Münzen, Scherben und Reste eines Marmorfußbodens aus der Vorhalle des Tempels aus der herodianischen Zeit.

Eingebracht wurde die Resolution von Ägypten, Libanon, Algerien, Oman, Marokko, Qatar und dem Sudan. Lediglich 10 Länder stimmten dagegen: Großbritannien, die USA, Niederlande, Italien, Litauen, Paraguay, Griechenland, Ukraine, Togo und Deutschland. Keine andere Religion hat tiefer zurückreichende Wurzeln in Jerusalem als das Judentum, keine andere Regierung schützte die Heiligen Städten aller Religionen so wie die israelische. Niemals zuvor war es den Anhängern aller Religionen gestattet, an den Heiligen Stätten zu beten – bis Israel im Jahr 1967 den Sechs-Tage-Krieg gewann und die Hoheit über die Altstadt und den Ostteil von Jerusalem erlangte.

Im Sommer 2017 wurde die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe erklärt und sie erhielt einen Platz auf der Liste der gefährdeten Städte. Damit war diese Resolution der Vorläufer zur gestrigen Entscheidung der UNESCO. Hebron ist seit 20 Jahren in einen israelischen und einen palästinensischen Stadtteil geteilt und ist die Stätte des Grabes der Patriarchen. „Machpela“ ist der hebräische Name für das Gebäude, welches als Grabhöhle von Abraham, Isaak, Jakob und ihren Frauen Sara, Rebekka und Lea gilt. Errichten ließ es der jüdäische König Herodes, später wurde das Gebäude als Kirche genutzt. Die „Machpela“ weist heute eine Synagoge im nördlichen und eine Moschee im südlichen Teil des Eingangs auf.

Würde man die notorische Einseitigkeit der UNESCO-Beschlüsse nicht kennen, so könnte man sich wundern, wieso die Grabstätte der Stammväter des Judentums, die zugleich als Krönungsort des jüdischen König David gilt, auch nur in irgendeiner Weise ein palästinensisches Weltkulturerbe darstellen soll. Doch selbst Sicherheitsmaßnahmen der Israelis verurteilt die UN-Kulturorganistaion, obwohl gerade Hebron für einige der grausamsten Anschläge auf und Massaker gegen Juden bekannt ist. Beispiele hierfür wären das Massaker von Hebron im Jahr 1929, bei dem 67 Jüdische Männer, Frauen und Kinder von einem arabischen Mob ermordet wurden, oder das Attentat von 1980, bei dem 10 Palästinenser aus der Westbank mit Maschinengewehren und Handgranaten sechs Israelis töteten und 16 verletzten. Nachdem ein Israeli einen Anschlag auf 29 betende Muslime verübte, reagierte Israel mit der Trennung der Gebetsräume in der Grabstädte. Denn von den dort ruhenden Stammvätern des Judentums, gilt Abraham (von Muslimen Ibrahim genannt) zugleich als Stammvater des später entstandenen Islam.

Wie kommt es also, dass sich in den Beschlüssen einer Organisation wie der UNESCO anti-israelische und antisemitische Haltungen und Obsessionen wiederfinden? Das grundsätzliche Problem der UNO spiegelt sich auch hier wieder. Weniger als die Hälfte der Mitgliedsstaaten sind Demokratien und die Mehrheit bilden Diktaturen und arabische Staaten, die gegen Israel eingeschworen sind, dessen Existenzrecht nicht anerkennen und an seiner statt einen pästinensischen Staates etabliert sehen wollen. Die Geschichte des Jüdischen Volkes wird ignoriert – ganz so als wäre der Islam nicht auch, wie sich nicht zuletzt in der gemeinnsamen Verehrung Abrahams zeigt, aus exakt jener Tradition hervorgegangen, die seine heutigen Vertreter so gerne leugnen.

Doch auch die gezielte Zerstörung von Artefakten kann die historische und kulturelle Verbindung von Israel und dem jüdischen Volk genauso wenig begraben wie absurde UNESCO-Beschlüsse, die jüdsiche Stätten zu palästinensischem Kulturerbe erklären. Gerade erst wurde eine 2000 Jahre alte Inschrift auf einer Stele in Jerusalem gefunden, die unter anderem das hebräische Wort Yerushalayim beinhaltet: den Namen Jerusalems. Solche Realitäten vermag auch eine Resolution der UNESCO nicht zu zerstören.

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