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Wirtschaftskrise: Bazare im Iran streikten erneut

Wirtschaftskrise: Bazare im Iran streikten erneut„In mehreren iranischen Städten streiken die Bazare erneut. Am Montag seien die Bazare, die im Mittelpunkt des kommerziellen Lebens im Iran stehen, in Tabriz, Teheran, Isfahan, Sanandadsch und Kermanschah bestreikt worden. In Berichten hieß es, der Streik im nordwestiranischen Tabriz sei besonders erfolgreich gewesen. Der Bazar der Stadt ist für den Handel mit Teppichen, Gewürzen und Schmuck bekannt. Er spielte in der Konstitutionellen Revolution von 1905 und der Islamischen Revolution von 1979 eine zentrale Rolle. (…) Zuletzt kam es im Juni wegen der Wirtschaftslage zu Arbeitsniederlegungen. Damals lösten Streiks und Proteste im Großen Bazar von Teheran Demonstrationen im ganzen Land aus. Letzte Woche war ein Aufruf zum ‚Generalstreik‘ in den Bazaren in den sozialen Medien verbreitet worden. Die Bazare in Teheran und Isfahan wurden teilweise geschlossen.

Im iranischen Staatsfernsehen wurde erklärt, dass ‚es im Großen Bazar [in Teheran] keinen Streik gegeben hat‘. Auf andere Bazare und größere Einkaufszentren ging es nicht ein. Die amtliche IRNA-Nachrichtenagentur zitierte Regierungsvertreter, die die Streiks leugneten, doch gaben Aktivisten an, Streiks hätten in mehreren kleineren und größeren Städten im Nordwesten und Westen des Iran stattgefunden. (…) Angesichts der Schwierigkeiten des Iran in der Produktion und im Handel, bei Investitionen und angesichts der sich verschärfenden US-Sanktionen kommt es wegen der Löhne, steigenden Preise und Arbeitsbedingungen fortlaufend zu Protesten. Im Januar und Juni mündeten sie in landesweite Demonstrationen. Die Lastwagenfahrer befinden sich landesweit seit drei Wochen im Streik. Dutzende von ihnen sollen verhaftet und von den Behörden mit langen Haftstrafen und sogar der Todesstrafe bedroht worden sein. Der Islamische Rat für Löhne gab vergangene Woche bekannt, dass die Kaufkraft der Iraner in den letzten sechs Monaten um 90 Prozent abgenommen habe, während die Preise mancher Waren um bis zu 300 Prozent angestiegen seien.“ (Scott Lucas: „Iran Daily: Bazaars on Strike Again“)

 

 

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