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Jüdische Gemeinde warnt vor „Marsch durch die Institutionen“ der Muslimbrüder

Kultusgemeinde-Präsident Rosen kritisiert Muslimbrüder-Veranstaltung an Uni Graz im Jahr 2007/2008
Kultusgemeinde-Präsident Rosen kritisiert Muslimbrüder-Veranstaltung an Uni Graz im Jahr 2007/2008 (TwitterImago Images / imagebroker)

Kultusgemeindepräsident Elie Rosen weist darauf hin, dass die Muslimbrüder – gesponsert von der Stadt Graz und der Land Steiermark und eingeladen vom Völkerrechtler Wolfgang Benedek – schon vor Jahren durch die Universität Graz hoffähig gemacht wurden.

Walter Müller, Der Standard

Davor warnt jetzt auch der Präsident der Grazer Kultusgemeinde, Elie Rosen, der im August Opfer eines tätlichen islamistisch motivierten Angriffes wurde, im Gespräch mit dem STANDARD. Auch hier auf lokaler Ebene, in Graz, habe man schon vor Jahren – quasi exemplarisch – einen „Prozess der Durchwanderung der Institutionen“ von führenden Mitgliedern der Muslimbruderschaft beobachten können, sagt Rosen.

Nämlich auf der Grazer Universität, wo die europäische Elite der Muslimbruderschaft in einer groß angelegten Vortragsreihe über den „Islam in Österreich“ und die „Integration der Muslime in der Gesellschaft“ debattieren konnte. Jetzt ist der Koorganisator der damaligen Uni-Veranstaltung, der seinerzeitige Leiter der Islamischen Glaubensgemeinschaft Graz, im Zuge der Razzia ins Visier der Ermittler geraten.

Weiterlesen im Standard: „Präsident der Grazer Kultusgemeinde: Muslimbrüder ‚durchwandern die Institutionen‘

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Kommentar der Redaktion:

Graz ist ein Hotspot des Politischen Islam in Österreich und als Zentrum der muslimischen Gefährder bekannt. Einer der Gründe dafür ist das Wohlwollen vor Ort aktiver politischer und akademischer Akteure. Ein Satz im zitierten Artikel ist unfreiwillig aufschlussreich: „Die Ächtung der PDS (sic!) sei nur auf Rosens Druck auf die Parteien zurückzuführen“, zitiert der Standard-Autor den Völkerrechtsprofessor Wolfgang Benedek.

Dieser Satz ist zum einen falsch und zum anderen infam: Die BDS-Bewegung wird nicht wegen Rosen verurteilt, sondern weil sie antisemitisch ist. Im Übrigen ist sie nicht einmal geächtet, also verboten oder verbannt, sie wird nur nicht von der öffentlichen Hand unterstützt. Mit dem angeblichen „Druck auf die Parteien“, der allein und wider die Realität deren Handlungen bestimme, bemüht Benedek nur das uralte antisemitische Klischee vom jüdischen Strippenzieher, der die Politik in der Hand habe. So denkt es eben in ihm.

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