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Sind die Vereinigten Arabischen Emirate sicherer für Juden als Europa?

Eine Hanukkah-Menorah in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Eine Hanukkah-Menorah in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Quelle: Chabad Lubavitch / CC BY 2.0)

Während Juden in Dubai und den VAE völlig angstfrei offen ihre Kippa tragen können, trauen sie sich das in Europa immer weniger.

Seth J. Frantzman, Jerusalem Post

Die Hanukkah-Feierlichkeiten in Dubai in der vergangenen Woche und die nationalen Bemühungen, Toleranz und Koexistenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu unterstützen, haben eine Realität geschaffen, in der Juden in den VAE mehr willkommen und sicher sind als in Europa.

Viele Freunde und Kontakte, mit denen ich gesprochen habe, sagen, dass sie vom Gefühl überrascht waren, wir frei sie in der bevölkerungsreichsten Stadt der Emirate mit Kippa herumlaufen konnten, etwas, das sie an vielen Orten in Europa nur zögerlich tun würden. Dies ist ein Beweis für die Realität in den meisten westlichen Demokratien: Es ist gefährlich, ein Jude in Europa zu sein. Jüdische Schulen werden angegriffen und Juden mit Kippa werden überfallen. Es passiert fast jeden Tag in Westeuropa und den USA, wo mancherorts die Hälfte aller religiösen Hassverbrechen gegen Juden gerichtet ist.

Heute sind Juden in den VAE sicherer als in den meisten europäischen Ländern und den meisten amerikanischen Bundesstaaten. Wir messen den Antisemitismus in den meisten westlichen Ländern daran, wie viele Tausend Angriffe es gibt: das ist die Realität. In den meisten europäischen Ländern ist Intoleranz gegenüber Juden weit verbreitet, und sie wächst. (…) In den meisten Ländern Europas muss man sich zweimal überlegen, ob man Kippa trägt, denn es ist riskant. Man könnte bespuckt, angeschrien, willkürlich angegriffen oder sogar ermordet werden. Auf jüdischen Friedhöfen werden oft Hakenkreuze gefunden, und Vandalismus richtet sich gegen jüdische Stätten.

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Die Tatsache, dass Juden hinter bewaffneten Wachen beten müssen und ihre Friedhöfe angegriffen werden, hält einem Kontinent, der die Welt über die Menschenrechte belehrt, den Spiegel der Realität vor. (…)

Zugleich scheint es am Golf eine neue Offenheit gegenüber den Juden zu geben. Bei den Worten der Toleranz handelt es sich nicht nur um Worte, sondern es scheint darum zu gehen, dass sich Juden als Teil des Gefüges von Orten wie Dubai fühlen, wo Menschen aus 200 Nationalitäten leben. Das bedeutet, dass Juden ein Teil des Gefüges dieser Gesellschaften werden können, sodass ein Mann mit einer Kippa genau so normal ist wie jeder, der irgendeine andere Art von Kleidung trägt. Das ist, wie es sein sollte.

Das ist es, was uns gesagt wurde, dass Vielfalt und Multikulturalismus in den USA und Europa bedeuten würden. Aber dort geht diese Rede mit tausenden von Angriffen auf Juden pro Jahr einher. (…) Das ist die Realität in Europa: Reden, reden, reden über Vielfalt und dann Tausende, Zehntausende von Angriffen auf Minderheiten. Dass solche Angriffe in Tausenden gemessen werden, nicht in einstelligen Zahlen, zeigt die Realität. (…)

Es ist nicht klar, ob die neuen Botschaften aus den VAE, Bahrain und anderen Staaten, die auf Toleranz und Koexistenz pochen, zu einer neuen Ära im Nahen Osten führen werden. Aber heute würde ich mich in den VAE mit einer Kippa sicherer fühlen als in den meisten Ländern Europas. Das sagt viel über das katastrophale Versagen der wohlhabenden westlichen Länder aus, eine Gesellschaft der Toleranz gegenüber einer alten Minderheit zu schaffen.

Es zeigt auch, dass es gar nicht so schwer ist, Toleranz zu haben. In den meisten Ländern Asiens kann man eine Kippa tragen und sich sicher fühlen. Nur nicht in Teilen Europas, trotz all des Geredes über „Menschenrechte“ und „Vielfalt“.

(Aus dem Artikel Will UAE be safer and more tolerant for Jews than most of Europe?“ der in der Jerusalem Post erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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