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Iran behauptet, Sabotage von Atomeinrichtung verhindert zu haben

Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde Salehi mit (Noch-)Präsident Rohani
Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde Salehi mit (Noch-)Präsident Rohani (© Imago Images / ZUMA Wire)

Nachdem am Sonntag das Atomkraftwerk in Bushehr wegen eines „technischen Fehlers“ vom Netz genommen werden musste, soll es den iranischen Sicherheitsbehörden nun gelungen sein, einen Sabotageakt nahe Teheran zu verhindern.

Times of Israel

Ein Versuch, eine der Einrichtungen der iranischen Atomenergie-Organisation zu sabotieren, scheiterte laut iranischen Medienberichten am Mittwoch. Die Nachrichtenagentur ISNA meldete, dass die nicht näher bezeichnete Bedrohung „neutralisiert werden konnte, bevor das Gebäude beschädigt wurde. Die Saboteure scheiterten an der Ausführung ihres Plans.“

Der Bericht würdigte die „Wachsamkeit“ der iranischen Sicherheitsapparate bei der Vereitelung des Angriffs und erklärte, der Vorfall werde untersucht. Laut ISNA befinde sich das Gebäude sich in der Nähe von Karaj City, etwa 40 Kilometer westlich der Hauptstadt Teheran.

Die Website der staatlichen Zeitung Iran veröffentlichte denselben Bericht, ohne den Ort oder andere Details zu nennen. Das iranische Staatsfernsehen brachte den Bericht in seinem Nachrichtenticker.

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In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Explosionen in Komplexen gemeldet, die für das iranische Atomprogramm sowie den Energie- und Militärsektor wichtig sind. Einige der Vorfälle sollen auf technische Fehlfunktionen zurückzuführen sein, während andere von der Islamischen Republik ihren Feinden, darunter den USA und Israel, angelastet wurden.

Am 11. April gab es in der iranischen Atomanlage Natanz eine Explosion, die die Haupt- und Notstromversorgung der unterirdischen Anreicherungsanlage in die Luft sprengte – ein Angriff, für den Teheran Jerusalem verantwortlich machte.

Israel hat eine Beteiligung weder bestätigt noch dementiert, aber Medienberichten zufolge handelte es sich um eine Sabotageaktion der israelischen Geheimdienstes Mossad. Die Explosion habe 6.000 Zentrifugen beschädigt und die Anreicherung um sechs bis neun Monate zurückgeworfen, so israelische und amerikanische Berichte. (…)

Anfang der Woche wurde das iranische Atomkraftwerk Bushehr im Süden des Iran wegen eines „technischen Fehlers“ vorübergehend abgeschaltet, wie die Atomenergiebehörde des Landes mitteilte. Die Erklärung sagte, das Problem werde „in ein paar Tagen“ behoben sein und die Anlage wieder ans Netz angeschlossen werden, machte aber keine näheren Ausführungen über den Vorfall.

(Aus dem Artikel Iran says it foiled sabotage attempt at a nuclear facility, der in der Time of Israel erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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