Hamas: Lieber tote Palästinenser als eine Zukunft für den Gazastreifen

„Die Hamas hat ihre Taktik verändert. Seit der Inbetriebnahme des Raketenabwehrsystems ‚Iron Dome’ sind das Abfeuern von Raketen und der Mörserbeschuss israelischer Zivilisten keine besonders effektiven Kampfmittel mehr. Zudem hat die israelische Technologie, die unterirdische Angriffstunnel identifizieren kann, auch diese Bedrohung zu neutralisieren begonnen. Also hat die Hamas sich eine neue, einfachere Strategie angeeignet. Sie drängt Palästinenser dazu, in großen Scharen – denen auch Frauen, Kinder und Greise sowie bewaffnete Terroristen angehören – auf den Zaun zuzustürmen, der den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen von Israel trennt, und dort darauf zu warten, dass es (zwangsläufig) zivile Opfer gibt. Die Hamas weiß, dass kein souveräner Staaten zulassen kann, dass seine Grenze von tausenden ‚Flüchtlingen’ gewaltsam überrannt wird, insbesondere wenn die Menschenmenge aller Wahrscheinlichkeit nach nur die eine Funktion hat, Terroristen Deckung zu bieten, die Anschläge auf Israelis verüben wollen. Doch wird Israel unweigerlich geächtet werden, weil es ‚unschuldige’ Palästinenser töte. (…)

Die Unruhen finden vor dem Hintergrund einer Krise in der politischen Führung der Hamas statt. Die Terrororganisation, die 2007, zwei Jahre nach der israelischen Evakuierung des Gazastreifens, dort gewaltsam die Macht ergriff, hat sich nicht um die Versorgung der dort lebenden Palästinenser gekümmert. Nachdem sie die kleine Küstenenklave ein Jahrzehnt lang kontrolliert haben, haben die Islamisten – die mit der Parole ‚Der Islam ist die Antwort’ an die Macht gelangten – eingesehen, dass sie diese Kontrolle nicht wirklich effektiv ausüben können, solange sie sich zu einer muslimischen Theologie bekennen, die keinerlei Raum für Kompromisse oder Pragmatismus lässt. Statt ihre begrenzten Ressourcen in die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner des Gazastreifens zu investieren, steckt die Hamas sie in die Vorbereitung eines weiteren zum Scheitern verurteilten Kriegs gegen Israel. (…)

Die Hamas hat beschlossen, dass die einfachste Option für sie darin besteht, eine Reihe gewaltsamer Demonstrationen gegen Israel zu lancieren. Damit will sie von den überwältigenden Fehlleistungen ihrer eigenen Führung ablenken. Zudem kann die Organisation so ihre Rolle im palästinensischen Widerstand stärken und die Fatah ausstechen. Mit tatsächlicher Sorge um die Zukunft der Palästinenser im Gazastreifen hat all dies nichts zu tun. Die Hamas nutzt die Demonstrationen, um Israel zu untergraben und zu delegitimieren. Sie will nicht, dass die Bewohner des Gazastreifens Aussichten auf eine bessere Zukunft haben. Ihr ist es lieber, wenn sie von den Israelis angeschossen oder, besser noch, getötet werden.“ (Editorial in der Jerusalem Post: „Hamas’s new strategy“)

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