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Deutschland wird nicht an antisemitischer UN-Konferenz in Durban teilnehmen

Die Antirassismus-Konferenz in Durban 2001 wurde zu einem israelfeindlichen Spektakel. Deutschland wird bei der Neuflage im September nicht dabei sein. (© imago images/Belga)
Die Antirassismus-Konferenz in Durban 2001 wurde zu einem israelfeindlichen Spektakel. Deutschland wird bei der Neuflage im September nicht dabei sein. (© imago images/Belga)

Die Neuauflage des Israel-Hassfestivals von 2001 im südafrikanischen Durban wird ohne die Beteiligung Deutschlands stattfinden.

Lahav Harkov, The Jerusalem Post

Berlin wird nicht an der UN-Veranstaltung zum 20. Jahrestag der Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban, Südafrika, teilnehmen. Das bestätigte eine Quelle aus deutschen diplomatischen Kreisen am Sonntag. (…)

Deutschland ist das 10. Land, das die Veranstaltung im September, auch bekannt als Durban IV, boykottieren wird. Bei der Veranstaltung im Jahr 2001 und den Folgekonferenzen wurde Israel angeprangert, antisemitische Materialien wurden verbreitet und einige Teilnehmer leugneten den Holocaust. (…)

Anfang Juli hieß es im Entwurf einer Resolution, die im Zuge von Durban IV verabschiedet werden soll, dass die UN-Generalversammlung „die Erklärung und das Aktionsprogramm von Durban, die 2001 verabschiedet wurden, … und unser Engagement für deren vollständige und wirksame Umsetzung bekräftigt“. Dies impliziert, dass die Konferenz im September wieder den jüdischen Staat an den Pranger stellen wird, wie es schon 2001 der Fall war. Israel war das einzige Land, das in der Erklärung der an der Konferenz teilnehmenden UN-Mitgliedstaaten ausdrücklich als rassistisch bezeichnet wurde.

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Auf dem NGO-Forum der Durban-Konferenz 2001 war Antisemitismus weit verbreitet. Es wurden Exemplare der antijüdischen Hetzschrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“ verteilt, Israel wurde des Völkermords beschuldigt und die Teilnehmer verteilten Flugblätter mit der Frage, ob Hitler nicht etwa recht gehabt habe.

Der damalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad nannte den Holocaust auf der Konferenz Durban II im Jahr 2009 eine „nicht eindeutige und zweifelhafte Frage“ und bezeichnete ihn als „Vorwand“ für die Unterdrückung der Palästinenser. Danach wurde er eingeladen, auch auf der Durban-III-Veranstaltung zu sprechen. (…)

Weitere Länder, die in den letzten Monaten angekündigt haben, dass sie nicht teilnehmen werden, sind Israel, die USA, Kanada, Australien, das Vereinigte Königreich, Ungarn, Österreich, die Niederlande und die Tschechische Republik. Das sind weniger als die 15 Länder, die die Durban-III-Konferenz 2011 ausgelassen haben: Bulgarien, Frankreich, Italien, Neuseeland und Polen beteiligten sich damals ebenfalls an dem Boykott.

(Aus dem Artikel „Germany will boycott the Durban IV conference“, der von der Jerusalem Post veröffentlicht wurde. Übersetzung von Florian Markl.)

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