Warum sich islamistischer Terror gezielt gegen Frauen richtet

Gedenkstätte in Turku, wo der Attentäter gezielt Frauen mit einem Messer attackierte

„Im Krieg der Islamisten gegen den Westen hat es dieses Jahr eine beispiellose Entwicklung gegeben. Erstmals richten sich ihre Kämpfer gezielt gegen Frauen. Frauen sind auch in der Vergangenheit dem Terrorismus zum Opfer gefallen. Wegen ihrer Uniform oder ihres Glaubens, oder einfach, weil sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren, wurden sie etwa durch paramilitärische Organisationen wie die ETA, die Ulster Volunteer Force oder die IRA ermordet, doch nie einfach nur wegen ihres Geschlechts. Bei Flugzeugentführungen durch islamistische Terrorgruppen kamen Frauen selten zu Schaden. Als 1985 beispielsweise ein Flieger der Trans World Airlines entführt wurde, ließen die Terroristen sämtliche Frauen und Kinder, einschließlich der amerikanischen, frei. Als einem Flugzeug der Air France neun Jahre später im gleichen Flughafen in Algier ein ähnliches Schicksal zuteil wurde, gaben die Islamisten den Passagierinnen Schleier, richteten aber nur männliche Passagiere hin. Doch dieses Jahr gehen Islamisten gezielt gegen Frauen vor. (…) Die Islamisten richten sich bewusst gegen Frauen, weil sie ihres Erachtens Stärke, Aufklärung und einen Mangel an Keuschheit verkörpern. (…)

Von der algerischen Diaspora in Frankreich propagiert, begann der Salafismus sich vor zwanzig Jahren in Europa einzunisten. Zugleich erlebte Europa das ‚Girl Power’-Phänomen, die Herausbildung einer durchsetzungsfähigen Generation junger Frauen für das neue Jahrtausend. Girl Power und Salafismus können nicht koexistieren, betont Letzterer doch, dass Frauen ‚die Wichtigkeit der Keuschheit und das Übel der Nacktheit’ erkennen müssen. (…) Dass Grapschen kein Vorrecht einer bestimmten ethnischen oder religiösen Gruppe ist, zeigte erst vergangene Woche die Tatsache, dass Taylor Swift ihren Prozess gegen einen DJ gewann – ein Sieg, den ein britischer Kolumnist einen ‚Triumph für junge Frauen’ nannte. Das war er auch, und zwar nicht nur für junge Frauen, sondern für die zivilisierte Gesellschaft als Ganze. Allerdings war es nur ein kleiner Sieg für Frauen im Westen und die größte Schlacht – gegen eine Ideologie, die die Stärke von Frauen für ein Übel hält, das ausgelöscht werden muss – liegt noch vor uns.“ (Glavin Mortimer: „Why western women are now the Islamists’ target of choice“)

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