Türkei will Jihad in den Lehrplan aufnehmen

„Ein türkischer Abgeordneter, der dem Bildungsausschuss angehört, hat erklärt, er sehe keinen Sinn darin, Schülern Mathematik beizubringen, die mit dem Dschihad nicht vertraut seien. Ahmet Hamdi Çamlı, der die regierende AKP im Parlament vertritt, lobte die kürzlich gefällte Entscheidung, den Jihad in den neuen Lehrplan des Landes aufzunehmen. Der Jihad sei ‚das oberste Prinzip des Islam’. ‚Der Jihad steht über dem Gebet. Betrachtet man die osmanischen Sultane, sieht man, dass die meisten nicht einmal zum Hajj gepilgert sind, um den Jihad nicht abbrechen zu müssen’, erklärte Çamlı am 22. Juli der Tageszeitung Habertürk gegenüber.

Wie Bildungsminister İsmet Yılmaz am 18. Juli erklärte, sei aus der endgültigen Fassung des türkischen Lehrplans die Evolutionslehre entfernt worden. Zudem sei im Rahmen des islamischen Rechts das Konzept des Jihad eingeführt worden. Dies löste kontroverse Diskussionen aus. ‚Der Jihad ist Teil unserer Religion, er gehört zu unserer Religion. … Die Aufgabe des Bildungsministeriums besteht darin, jedes Konzept in angemessener und korrekter Weise zu unterrichten. Es gehört außerdem zu unseren Aufgaben, Dinge, die falsch wahrgenommen, gesehen und unterrichtet werden, zu korrigieren’, so Yılmaz bei einem Pressegespräch in der türkischen Hauptstadt Ankara. Çamlı pries das Ministerium dafür, dass es den Jihad in den Lehrplan aufgenommen habe. ‚Unser Ministerium hat eine richtungweisende Entscheidung getroffen. Wenn Gebete die Säulen unserer Religion sind, dann ist der Jihad das Zelt. Ohne die Säulen ist das Zelt nutzlos. Es macht keinen Sinn, Kindern Mathematik beizubringen, die sich mit dem Jihad nicht auskennen’, so Çamlı weiter.“ (Bericht der Hürriyet Daily News: „Turkish parliament’s education commission member says ‚no use in teaching math to students who don’t know jihad’“)

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