UNESCO: Antisemit als Generaldirektor?

By UNCTAD, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26655491

„Ein katarischer Beamter, der sich mit antisemitischen Äußerungen und Aktivitäten hervorgetan hat, gehört zu den führenden Kandidaten, die diese Woche für den Posten des Generaldirektors der UNESCO, der in Paris ansässigen UNO-Agentur für Bildung, Wissenschaft und Kultur, zur Wahl stehen. Sieben Kandidaten stellen sich zur Wahl, die in dieser Woche solange fortgesetzt wird, bis einer der Bewerber eine Mehrheit hinter sich vereint. Der katarische Kandidat ist der ehemalige Kulturminister des Landes, Hamad Bin Abdulaziz Al-Kawari.

Am Montag erklärte der Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums (SWC) für internationale Beziehungen, Dr. Shimon Samuels, dem Algemeiner gegenüber, dass die jüdische Menschenrechtsorganisation seit mehreren Jahren die antisemitischen Äußerungen und Aktivitäten Al-Kawaris verfolge. Protesten des SWC und anderer jüdische Organisationen zum Trotz, habe Al-Kawari 2014, 2015 und 2016 die Ausstellung rabiat antisemitischer Literatur der jährlichen Buchmesse in Doha gestattet. Antisemitische Texte seien auch am katarischen Stand auf der weltberühmten Frankfurter Buchmesse ausgestellt worden. Besonders krass sei eine antisemitische Veröffentlichung des katarischen Kulturministeriums aus dem Jahr 2013, ‚Jerusalem in den Augen der Dichter‘, für die Al-Kawari ein Vorwort schrieb. In dem Buch heiße es unter anderem: ‚Die Juden kontrollieren die Medien, Zeitungen und Verlage in den Vereinigten Staaten und im Westen’. Derartige Verleumdungen, so Samuels, erinnerten an die antisemitische Schmähreden von Joseph Goebbels, dem Propagandaminister in Nazi-Deutschland. In dem Buch wird auch der verstorbene französische Holocaustleugner Roger Garaudy als Experte zitiert, um zu belegen, dass es zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel keine historische Verbindung gebe. In dem Buch hieß es außerdem, dass ‚Israel für den libanesischen Bürgerkrieg und den ersten und zweiten Golfkrieg, für die Eroberung des Irak und Afghanistans sowie für die Wirren im Sudan und in Ägypten verantwortlich ist’. (Ben Cohen: „Ex-Qatari Minister, Who Wrote Preface to Antisemitic Book, Among Leading Candidates in Election Contest for New UNESCO Chief“)

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