#unteilbar: Bündnis mit Islamisten und Antisemiten?

„Am vergangenen Samstag marschierte ein Bündnis unter dem Label “#unteilbar” durch Berlin (…) Unter den Muslim-Verbänden stechen zwei besonders hervor: Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die vom Verfassungsschutz dem Milieu der islamistischen und antisemitischen Muslimbruderschaft zugerechnet wird*. Zweitens – insofern ist der Zentralrat der Muslime auch unteilbar – gehört auch das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) dazu, das dem geistlichen Oberhaupt des Iran unmittelbar unterstellt ist. Es vertritt die Politik eines Staates, auf dessen Agenda die Zerstörung Israels, die Niederschlagung der inneren Opposition und die Verfolgung von Homosexuellen steht. Aufrechte Kämpferinnen für Frauenrechte sind ebenfalls dabei, etwa Vereine des Türkischen Bundes und Inssan e.V., die Anwälte bereitstellen, um Frauen zu ihrem Menschenrecht zu verhelfen, an Schulen mit Kopftuch zu unterrichten. Daher heißt es im Aufruf auch: ‚Die derzeitigen Angriffe auf Menschenrechte und Religionsfreiheit sehen wir mit großer Sorge.‘

Auch eine unerschrockene Kritikerin aller Reformmuslime und sonstiger Religionsfeinde war von der Partie: Kübra Gümüsay, Unterstützerin von #unteilbar und Kundgebungsrednerin. Gümüsay bezeichnete die Frauenrechtlerin Necla Kelek vor einiger Zeit als ‚Haustürke‘; ihre Äußerungen schadeten der Community. (…) Abgerundet wird das #unteilbar-Bündnis durch die Marxisten-Leninisten von der MLPD, die wiederum ihre Solidarität mit den palästinensischen Aktivisten von der PFLP zeigen. (…) Bei dem #unteilbar-Marsch gab es übrigens noch einige hässliche Vorfälle. Ein Redner forderte die ‚Befreiung von ganz Palästina 48‘ – also die Beseitigung des 1948 gegründeten Staates Israel. Anschließend redete bei #unteilbar auch Charlotte Kates vom ‚Samidoun‘, für die Verantwortliche für Terroranschläge grundsätzlich ‚politische Gefangene‘ sind – sofern sie in israelischen Gefängnissen sitzen. Darauf und vor allem danach distanzierten sich die #unteilbar-Organisatoren. Wer hätte auch ahnen können, dass Antisemiten, die sich seit Jahren antisemitisch äußern, auch in Berlin das sagen, was sie immer sagen? Immerhin verhielten sich die diversen islamistischen Teilnehmer geschickter. Wenn sie noch auf Transparente geschrieben hätten, was sie von Juden, Schwulen, Frauen und zivilen Bürgern überhaupt halten“. (Alexander Wendt: „Halbmond und Genderstern“)

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