Saudi-Arabien richtet fünf schwule Männer hin

„Erst am Dienstag wurden erneut 37 Menschen auf Anordnung eines Scharia-Gerichts in Saudi-Arabien geköpft. Die Hinrichtungen wurden in der Hauptstadt Riad, den heiligen Städten Mekka und Medina, der Provinz Kassim sowie in der Ost-Provinz vollstreckt, teilte das Innenministerium mit. Laut Human Rights Watch gehörten 33 der 37 Männer zur schiitischen Minderheit. Mindestens drei der Männer waren laut Menschenrechtlern zum Tatzeitpunkt noch minderjährig. Jetzt belegen Gerichtsdokumente: Unter den Ermordeten sollen auch fünf schwule Männer gewesen sein. Homosexualität wird im ultrakonservativen islamischen Königreich ebenfalls mit dem Tod bestraft.

Einer der exekutierten Männer hatte vor seinem Tod angeblich gestanden, mit vier seiner Mitangeklagten Sex gehabt zu haben. Der Mann soll die homosexuellen Handlungen bereitwillig gestanden haben, zitiert CNN aus den Gerichtsdokumenten. (…) Weiterhin wird in den Dokumenten erwähnt, der schwule Mann habe gestanden, den saudischen Staat zu hassen. Nach Angaben der Anwälte wies der Mann alle Vorwürfe zurück, erklärte vor seiner Hinrichtung mehrfach, sein angebliches Geständnis sei eine ‚reine Erfindung‘. Einige der Männer gaben laut der Gerichtsunterlagen an, nichts weiter als ihre Fingerabdrücke zur Verfügung gestellt zu haben. Die angeblichen Geständnisse seien dann von ihren Folterern selbst niedergeschrieben worden.“ (Roman Scheck: „Fünf Männer wegen Homosexualität geköpft“)

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