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Islamischer Staat greift Stromversorgung des Irak an

Der Islamische Staat nimmt die iraksiche Elektrizitätsversorgung ins Visier
Der Islamische Staat nimmt die iraksiche Elektrizitätsversorgung ins Visier (© Imago Images / Xinhua)

Zurzeit kommt es zu einer großangelegten Angriffsserie auf Hochspannungsleitungen im Irak, durch die die Stromversorgung des Landes sabotiert werden soll.

Mustafa Saadoun, Al-Monitor

Das Joint Operations Command (JOC) im Irak rief die Bürger am 1. Juli dazu auf, „mutig zu sein“ und Personen zu melden, die Strommasten beschädigen, und setzte eine finanzielle Belohnung für diejenigen aus, die diese Vorfälle melden.

Stunden vor der JOC-Ankündigung gab die Government Security Media Cell im Irak bekannt, dass die Sicherheitskräfte ein Versteck des Islamischen Staates (IS) aufgespürt hätten, das Dutzende von Sprengsätzen enthielt, die gegen Strommasten im Norden des Landes eingesetzt werden sollten.

Quellen vermuteten gegenüber Al-Monitor, dass die Angriffe auf Strommasten möglicherweise nicht auf den IS beschränkt sind; eine Quelle sagte, dass die Masten von „mehreren Parteien“ massiv angegriffen würden, und eine Regierungserklärung beschuldigte „terroristische und subversive Gruppen“. Die momentan durchgeführten Anschläge stellen die bislang größte Angriffswelle auf Stromleitungen im Irak dar, der seit langem unter einer großen Stromkrise leidet.

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Am 29. Juni vereitelten irakische Sicherheitskräfte einen Anschlag auf Hochspannungsleitungen in der östlichen Provinz Diyala, und auch in den vergangenen Tagen gab es weitere derartige Versuche. Am 28. Juni gab das irakische Elektrizitätsministerium bekannt, dass die „Stromtrasse 400 Nr. 2“ zwischen Diyala und Ost-Bagdad an zwei Stellen gekappt worden war; Hochspannungsmasten wurden durch Explosionen und andere Operationen in der Nähe von Khan Bani Saad angegriffen.

Die Angriffe auf die Strommasten erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Iraker unter einem erheblichen Anstieg der Temperaturen leiden, die Ende vergangener Woche in den zentralen und südlichen Regionen 51 Grad Celsius erreichten. Dazu kommen ständige Stromausfälle, die in einigen Provinzen, in denen Stromleitungen angegriffen wurden, 20 Stunden pro Tag andauern.

Das Elektrizitätsministerium arbeitet daran, die Strommasten durch den Einsatz von Drohnen zu schützen. Sprecher Ahmad Moussa sagte am 24. Juni: „Das Ministerium hat die Sicherheitsinstitutionen aufgefordert, Drohnen und Wärmekameras einzusetzen, um die Strommasten vor Angriffen zu schützen.“ Gegenüber Al-Monitor sagte Moussa: „Fast jeden Tag werden terroristische Anschläge auf Strommasten im Land verübt. Angestellte des Ministeriums arbeiten daran, sie zu reparieren, um zu verhindern, dass die Bürger zu Schaden kommen.“

Eine irakische Sicherheitsquelle sagte Al-Monitor, dass „der IS steckt hinter diesen Operationen steckt“ und fügte unter der Bedingung der Anonymität hinzu: „Einige der Masten, die ins Visier genommen wurden, befanden sich in Wüstengebieten, wo der Islamische Staat Unterschlupf findet. Wenn der IS eine unmittelbare Gefahr wittert, beginnt er, Vandalismus-Operationen durchzuführen.“

Die Operationen scheinen auf einen systematischen Plan hinzuweisen, mit dem die Elektrizitätsinfrastruktur im Irak geschädigt werden sollen.

(Aus dem Artikel Islamic State suspected of sabotaging Iraqi electrical towers, der bei Al-Monitor erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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