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Mitarbeiter des iranischen Präsidenten: »Judenfrage« schon vor dem Zionismus existent

»Judenfrage älter als der Zionismus«: Der iranische Politologe Alireza Soltanshahi
»Judenfrage älter als der Zionismus«: Der iranische Politologe Alireza Soltanshahi (Quelle: MEMRI)

Laut den Behauptungen eines iranischen Politologen werde das Problem der »Judenfrage« auch nach der Vernichtung Israels weiterhin bestehen.

Der iranische Politologe Alireza Soltanshahi sagte unlängst in einer Sendung des iranischen Fernsehsenders Ofogh TV, »das zionistische Regime« sei zwar »die Ursache von Krieg, Spaltung, Rassismus und Terrorismus in der Region«, aber das »Dilemma namens Judenproblem« habe es schon lange vor der zionistischen Bewegung gegeben. Bereits im Oktober 2018 hatte Soltanshahi eine Konferenz mit dem Titel »Antisemitismus: Wahrheit oder politische Rechtfertigung« organisiert, bei der er als Generalsekretär der Organisation zur Unterstützung der islamischen Revolution des palästinensischen Volkes im Büro des iranischen Präsidenten vorgestellt wurde. 

Betrachte man die Geschichte, so Soltanshahi in dem aktuellen Interview, »selbst wenn wir weiter zurückgehen als die letzten 126 Jahre«, womit er auf den ersten Zionistenkongress 1897 in Basel anspielte, »dann gab es ein Dilemma, das man das jüdische Problem nennt«. Viele der Zuschauer, fuhr er fort, wüssten dies vielleicht nicht, »aber in England wurden die Juden von 1290 bis 1656, also etwa 350 oder 400 Jahre lang, aus dem Land vertrieben und verbannt und durften unter keinen Umständen zurückkehren«. 

»Nichts mit Religion zu tun«

Allerdings, so bemühte er sich zu versichern, »wenn wir über die Juden sprechen, sprechen wir über jene, die von der Religion des Moses abgewichen sind«. Auf den Hinweis des Journalisten, dass es bei diesen Ausführungen »überhaupt nicht um Religion« gehe, wiederholte Soltanshahi seine Behauptung, er spreche nicht von »den wirklichen Anhängern von Moses«, sondern »von jenen Juden, die sich im Laufe der Geschichte in ihrer Haltung gegenüber allen Propheten, aber auch gegenüber dem Islam und den anderen Nationen, problematisch verhalten« hätten.

»Alle Juden, egal, wo sie lebten«, fuhr er fort, »hatten ein Problem mit Nicht-Juden«, weil sie »großen Wert auf Geld legten. In unserem Koran wird an verschiedenen Stellen erwähnt, wie ihre Bezogenheit zu Geld, Weltlichkeit und Materialismus sie in Schwierigkeiten gebracht hat«.

Das Judentum enthalte alle notwendigen Werkzeuge, die man benötige, um wohlhabend zu werden und drehe sich vollständig um Geld, beendete Soltanshahi seine antisemitische Suada, weswegen das Problem auch nach der Vernichtung Israels weiterbestehen werde: 

»Würde Israel demnächst ausgelöscht, wären die acht Millionen Juden – und sogar viele der fünf oder sechs Millionen Juden, die in Israel leben –, nicht unbedingt ausgelöscht. Der Zionismus, der ein vergängliches Projekt ist, hat sich den Kolonialismus zunutze gemacht, aber diese Zeiten sind vorbei. Das Judentum in seiner bisherigen Funktion wird weiterbestehen, aber in einer anderen Form.«

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