In Kairo leben nur noch fünf Jüdinnen

Synagoge in Kairo (Von Ashashyou, CC BY-SA 3.0, WikiCommons)

„Marcelle Haroun, die Mutter der aktuellen Präsidentin der jüdischen Gemeinde in Kairo, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Ihr Tod, der am [vergangenen] Samstag verkündet wurde, hinterlässt laut Watani International insgesamt nur noch fünf Juden, von denen bekannt ist, dass sie in Kairo leben. Die fünf Verbliebenen sind ihre Tochter Magda, die die winzige Gemeinde leitet und vier Enkelinnen. Der AFP-Nachrichtendienst berichtete im März 2017, dass in der Küstenstadt Alexandria 12 weitere Juden leben. Haroun war laut dem Bericht mit dem Anwalt und Politiker Shehata Haroun verheiratet, der als jüdischer Antizionistin bekannt ist und Mitglied der Kommunistischen Partei Ägyptens war. Ihre Tochter teilte Tablet im Jahr 2013 mit, dass Marcelle die ‚Kameradin‘ ihres Vaters war.

Ägypten war die Heimat von rund 80.000 Juden, als Israel im Jahr 1948 gegründet wurde. Tausende begannen in den folgenden Jahren aus Ägypten auszureisen, viele weitere folgten in zwei weiteren Wellen in den Jahren 1956 und 1967. Die Harouns blieben, so Watani, da sie sich selbst zuerst als Ägypter betrachteten. Zwei Töchter von Haroun verstarben bereits vor ihr. ‚Die jüdische Gemeinde in Kairo (JCC) hat Marcelle Haroun, eine ihrer Säulen, die schmerzlich vermisst werden wird, leider verloren,‘ heißt es in der Erklärung zu ihrem Todes.“ (Marcy Oster: „Death of a matriarch means there are 5 Jews left in Cairo“)

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