Fast ein Viertel der Iraker lebt in Armut

„Der UNO zufolge lebt fast ein Viertel aller Iraker (22 Prozent) in Armut. Der Name des Zero-Quartiers im Sadr-Viertel von Bagdad spiegelt die Armut und den Mangel an Grundversorgungsleistungen gut wider. ‚Den einen Tag findet man einen Job, den nächsten wieder nicht‘, erklärt Haidar Hafiz, der im Zero-Quartier wohnt und mit Gelegenheitsjobs den Lebensunterhalt für sich und seine Familie (er hat vier Kinder) verdienen muss. In der Regel findet er nur an einem Tag in der Woche einen Job und verdient 25.000 Dinar ($20). ‚Wem soll ich das Geld geben? Ich habe vier Kinder. Sie studieren alle und brauchen Geld.‘

Das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) arbeitet mit der irakischen Regierung zusammen, um die vorhandenen Ressourcen zu maximieren. ‚Der Irak und die Regierung verfügen über zahlreiche Ressourcen‘, so Marianne Ward, die als Chefberichterstatterin des WFP im Irak tätig ist. ‚Wir arbeiten sehr eng mit dem öffentlichen Verteilungssystem zusammen, um es zu verbessern und jene zu erreichen, deren Situation am schwierigsten und deren Probleme bei der Nahrungsbeschaffung am größten sind‘, erklärt sie. Zu den Ursachen der weitverbreiteten Armut gehören unter anderem die Regierungskorruption, die Arbeitslosigkeit und die verfallene Infrastruktur. Die Regierung erstellte einen Plan, um das Problem zu beheben, dessen Umsetzung 2010 begann. Doch wurde der Vierjahresplan durch den Krieg gegen den Islamischen Staat unterbrochen. Inzwischen ist fast ein Jahr seit dem offiziellen Sieg über den Islamische Staat vergangen, und noch immer sind 1,8 Millionen Iraker Binnenflüchtlinge und der Wiederaufbau des Landes stellt eine massive Herausforderung dar.“ (Bericht auf RUDAW: „22 percent of Iraqis live in poverty“)

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