Arabischer Antisemitismus: Wann handelt die Bundesregierung?

„Es ist unerträglich, dass nicht-muslimische und vor allem jüdische Kinder in diesem Land – ausgerechnet in diesem Land – Angst haben müssen, in die Schule zu gehen, weil sie dort als ‚Ungläubige‘ beschimpft werden und teilweise sogar mit dem Tode bedroht werden. Unsere Bundesregierung beteuert, man würde das so nicht hinnehmen. Doch dort, wo sie sofort handeln könnte, versagt sie seit Monaten kläglich.

Seit letztem Herbst steht ein Urteil des Frankfurter Landgerichts, das besagt, dass es unzumutbar für die arabische Airline Kuwait Airways ist, Juden zu transportieren. Kuwait Airways darf am Frankfurter Flughafen, dem größten Drehkreuz dieses Landes, Juden diskriminieren – und die Bundesregierung tut nichts dagegen.

Machen wir uns nichts vor: Es ist die Bundesregierung, die vorlebt, dass man in diesem Land Juden so behandeln darf. Es ist ein deutsches Gericht, das ausdrücklich erlaubt hat, dass man die Staatsbürger des Landes Israel, ausgerechnet des Landes, das aus dem Holocaust hervorgegangen ist, hier in Deutschland so diskriminieren darf.

Das zuständige Verkehrsministerium liegt bei der CSU. Ausgerechnet bei der Partei, die völlig zurecht immer wieder auf die Einhaltung westlicher Werte pocht. Bei Antisemitismus von Kuwait Airways aber kuscht die CSU vor diesem Irrsinn. Wenn wir selber nicht für unsere eigenen Werte einstehen, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn andere auf diese Werte spucken.“ (Julian Reichelt: „Wir haben ein Problem mit dem arabischen Antisemitismus“)

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