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Anti-Israel-Aktivisten stören lesbisch-schwules Straßenfest in Berlin

„Am Sonntag haben mehrere Aktivisten der Gruppe ‚Berlin Against Pinkwashing‘ ein ‚Die-In‘ vor dem Stand der israelischen Botschaft beim Lesbisch-schwulen Stadtfest in der Fuggerstraße durchgeführt. In Fotos und einem professionell erstellten Video haben die Handvoll Aktivisten festgehalten, wie sie sich scheintot auf den Boden legen oder Banner hochhalten wie ‚No Pride In Israeli Apartheid‘ oder ‚2,300 tot in Gaza, das könnt ihr nicht pinkwashen‘. Mit dem an ‚Whitewashing‘ (Beschönigung) angelehnten Schlagwort wird, teilweise auch in Israel und nicht immer mit antisemitischen Motiven, eine angebliche Instrumentalisierung von LGBT-Rechten durch die israelische Politik beklagt, die von der Behandlung der Palästinenser ablenken solle.

Zu dem in Deutschland und auf dem queeren Straßenfest noch ungewöhnlichen Protest schrieb die Gruppe in einer englischsprachigen Pressemitteilung, man wolle die Menschen daran erinnern, ‚dass, während der israelische Staat mit seiner zynischen LGBT-PR-Kampagne beschäftigt ist, Palästina noch immer kolonialisiert ist und Palästinenser noch immer unter illegaler Besatzung leben‘. In einer Rede sagte eine Aktivistin, ‚hier‘ gebe es ‚keinen Platz für Kriegsverbrecher‘. (…)Die Aktivisten orientieren sich dabei an der weltweiten ‚Boycott, Divestment and Sanctions‘-Kampagne (BDS), auf deren Unterstützer auch ‚Berlin Against Pinkwashing‘ ausgiebig verlinkt – auf deutschen BDS-Seiten lässt sich die Gruppe für ihre Aktionen feiern. Kritiker meinen, die Kampagne sei klar antisemitisch motiviert und betreibe eine Delegitimation Israels.“

(Norbert Blech: „Berlin: Streit um ‚Pink Washing‘ eskaliert“)

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Mehr zum Thema auf Mena Watch: Pinkwashing“ – Bizarres für die Liebhaber gepflegter Weltverschwörungstheorien

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