Anschlag in Bulgarien: Prozess gegen Hisbollah startet

„Am Donnerstag begann im bulgarischen Sofia der Prozess gegen zwei Hisbollah-Agenten, die 2012 einen israelischen Reisebus in die Luft gesprengt haben sollen. Bei dem Anschlag wurden fünf Israelis und der bulgarische Busfahrer getötet. Der Staatsanwalt beim Sondergericht für terroristische Straftaten Krasimir Trenchev erklärte Journalisten gegenüber, den Angeklagten werde ‚wegen eines Terroranschlags und Tötungsdelikts sowie verschiedener anderer Straftaten wie Urkundenfälschung und Vorbereitung eines Terroranschlags in ihrer Abwesenheit der Prozess gemacht’. Bei dem Anschlag wurden weitere 32 Israelis verletzt.

Bei den Angeklagten handelt es sich um den libanesischstämmigen Australier Meliad Farah und den libanesischstämmigen Kanadier El Hajj Hassen. Sie sind beide in den Libanon geflohen und die libanesischen Behörden haben ihre Auslieferung an Bulgarien verweigert. Interpol hat gegen beide Männer Haftbefehle erlassen. Zeugenaussagen vor Gericht ergaben, dass die Sicherheitsvorkehrungen des in dem Schwarzmeer-Badeort Burgas gelegenen Flughafens von Sarafovo unzureichend waren. (…) Nach siebenmonatigen Ermittlungen gab der damalige bulgarische Innenminister Tsvetan Tsvetanov im Februar 2013 bekannt, der Anschlag in Burgas sei von der libanesisch-schiitischen Hisbollah-Miliz ausgeführt worden. ‚Wir haben ermittelt, dass es sich bei beiden um Angehörige des militärischen Flügels der Hisbollah handelt’, so Tsvetanov. ‚Es gibt Belege für Zahlungen und Kontakte zwischen der Hisbollah und den beiden Verdächtigen’, hieß es weiter. Infolge des Anschlags in Burgas stufte die Europäische Union den sogenannten militärischen Flügel der Hisbollah 2013 als Terrororganisation ein.“ (Benjamin Weinthal: „Hezbollah terrorist trial in Bulgaria starts”)

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