Warum Kritik am Islam nicht ‚islamophob‘ ist

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der ‚Islamophobie‘. Einer der Nestoren der linken politischen Philosophie, Michael Walzer, hat letztes Jahr unter dem Titel ‚Islamism and the Left‘ ein unangenehmes Thema aufgebracht. ‚Heute erfährt jede große Weltreligion ein bedeutsames Wiederaufleben‘, schreibt Walzer, ‚und die wiederbelebte Religion ist kein Opiat, wie wir dachten, sondern ein sehr starkes Stimulans. (. . .) Von Pakistan bis Nigeria und auch in Teilen Europas ist der Islam eine Religion, die eine große Zahl von Männern und Frauen, vor allem Männern, dazu anstiften kann, in ihrem Namen zu töten und zu sterben.‘ Ein beunruhigendes Phänomen, vor dem viele Linke zurückschrecken, weil sie, so Walzer, eine ‚schreckliche Furcht davor [haben], als ‹islamophob› bezeichnet zu werden‘.

Im Kulturkampf-Klima, wo Großmäuler und ideologische Nebelwerfer das Sagen haben, hängt das Schwert der ‚Islamophobie‘ über allen kritischen Äußerungen zum Islam.“

(Der Physiker und Philosoph Eduard Kaeser: „An den Pranger der Weltlächerlichkeit“)

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