Schweden ernennt sich selbst zum Friedensvermittler

Während sich andeutet, dass die USA ihre langanhaltende Festlegung auf eine Zweistaatenlösung aufgeben könnten, hat Schweden am Mittwoch eine ‚Sondergesandte’ für den israelisch-palästinensischen Konflikt ernannt. Israel reagierte mit Spott auf die Ernennung.

Die schwedische Außenministerin Margot Wallstrom, die während ihres Besuchs in der Region im Dezember von israelischen Regierungsvertretern wegen ihrer als pro-palästinensisch wahrgenommenen Position schroff zurückgewiesen wurde, stellte den neuen Posten während einer außenpolitischen Parlamentsdebatte vor.

‚In diesem Jahr währt die Besetzung Palästinas 50 Jahre’, sagte sie und fügte hinzu, die Schaffung des Postens spiegle Schwedens ernsthaftes Engagement für eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts wider. (…)

Israel zeigte sich unbeeindruckt.

‚Angesichts der außerordentlichen Erfolge der schwedischen Regierung als Vermittler von Friedensvereinbarungen weltweit sind wir für ihre Entscheidung, endlich die Probleme dieser Region lösen zu wollen, ausgesprochen dankbar’, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Emmanuel Nahshon. ‚Warum konnten sie nicht eher kommen?’“ (Raphael Ahren/Times of Israel: „Sweden announces ‘special envoy’ to Israeli-Palestinian conflict; Israel scoffs“)

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