Liquidierte Hisbollah den Leibwächter ihres eigenen Anführers?

Musa Muhamad Wahabi vor Hassan Nasrallah (Quelle: Arabische Medien)

„In arabischen Medien sind diese Woche Meldungen aufgetaucht, die nahelegen, dass der persönliche Leibwächter des Hisbollah-Anführers Hassan Nasrallah einem Attentat zum Opfer fiel. Die kuwaitische Tageszeitung Al-Jarida [‚Die Zeitung’] veröffentlichte ein Interview mit einer nicht näher bezeichneten Quelle, die behauptet, [Musa Muhamad] Wahabi, der vergangene Woche starb, sei von Angehörigen seiner eigenen Organisation beseitigt worden. Den Ausführungen nach sei dies geschehen, weil er zu viel über das Attentat auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafiz Hariri im Jahr 2005 wusste.

Wahabis Tod wirft also Fragen über die Beteiligung der Hisbollah an der Ermordung Hariris auf. Auf diese Fragen Antworten zu erhalten, dürfte allerdings schwieriger sein, nun da Wahabi nicht mehr lebt. Sein Tod folgt auf den des militärischen Anführers der Hisbollah Mustafa Badreddine im Mai 2016 bei einem Artillerieangriff auf den Internationalen Flughafen von Damaskus. Sein Tod galt als ein schwerer Schlag für die Hisbollah. Dennoch gibt es ein hartnäckiges Gerücht, sein Tod sei geplant worden, nachdem der Internationale Gerichtshof in Den Haag ihn aufgefordert hatte, vorstellig zu werden und zu den Umständen des Attentats auf Hariri auszusagen. Demnach hätte die Hisbollah den Angriff selbst inszeniert, um sich Badreddines zu entledigen, bevor er vor Gericht aussagen konnte.“ (Yasser Okbi / Maariv Hashavua: „Foul play questions surround the mysterious death of Hezbollah bodyguard“)

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