Aleppo: „Unser Überleben interessiert niemanden“

aleppo-ruins„Das Regime rückt immer weiter auf Ost-Aleppo vor. Und die Rebellen, die Ost-Aleppo kontrollieren, sind tief gespalten. Sie wollen nicht unter einer Führerschaft sein, mehr noch, sie bekämpfen sich bis aufs Blut. Jeder will die Macht haben. Die Oppositionsgruppen kämpfen gegeneinander, anstatt Korridore zu schaffen, damit wir Hilfspakete erhalten können. Sie bekämpfen sich, während das Assad-Regime, Russland und die Verbündeten ihre gesamten Kräfte sammeln, um Ost-Aleppo ganz auszuradieren.

Das geht allein auf unsere Kosten. Es interessiert niemanden, ob wir die nächsten Tage überleben oder nicht. Wir sitzen in einem großen Gefängnis fest und verhungern. Mit jedem Tag verringert sich unsere Chance, hier lebend herauszukommen. Manchmal kann ich immer noch nicht glauben, dass ich wirklich in diesen Krieg geraten bin. Noch vor wenigen Jahren habe ich an der Universität studiert. Wir haben 2011 friedlich gegen einen Diktator protestiert, ohne Waffen, nur mit Transparenten und unseren Stimmen. Heute löscht Baschar al-Assad vor den Augen der Weltöffentlichkeit seine eigene Bevölkerung aus. Das ist es, was mit uns passiert: Wir werden ausgelöscht und niemand hilft uns.“ (Zouhir al-Shimale: „Mein Körper wird mit jedem Tag schwächer“)

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