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Wie Medien den islamistischen Hintergrund des Anschlags von Orlando relativieren

„Darauf folgte eine Abwägung, ob es sich um einen Akt der Homosexuellenfeindlichkeit oder um islamistischen Terrorismus handele. Der Hass auf Homosexuelle ist integraler Bestandteil des Islamismus. Ebenso wie der Hass auf den hedonistischen Westen, die Freizügigkeit, das lustbetonte Nachtleben. In den Medien schlossen sich Berichte an, die sich mit dem Privatleben des Terroristen beschäftigten. In den Medien schlossen sich Berichte an, die sich mit dem Privatleben des Terroristen beschäftigten. Er sei bereits zu Gast im ‚Pulse‘ gewesen und nutze Grindr sowie andere schwule Dating-Apps. Gleichzeitig wurde von seinen schwulenfeindlichen Ausfällen in der Vergangenheit berichtet. Derzeit kreisen Kommentare, Berichte und ¬Social-Media-Postings um die Frage, ob er den Angriff wohl begangen habe, weil er sich selbst als schwulen Mann hasste. So wird ‚schwuler Selbsthass‘ als Tatmotiv angeführt. (…)

Das Attentat im ‚Pulse‘ aber war vom Hass auf Homosexuelle eines Islamisten geprägt. Dieser Hass beinhaltet den Wunsch, dass Homosexuelle verschwinden sollen, ein Vernichtungswunsch. Ein solcher wurde in Orlando in aller Brutalität manifest. (…) Ein Grund für die Hervorhebung der möglichen Homosexualität des Täters mag sein, dass sich manche davor scheuen, den Anschlag als islamistischen Terror zu bezeichnen. Dabei besteht kein Zweifel daran, dass beispielsweise vom ‚Islamischen Staat‘ (IS) ein Tötungsauftrag erteilt wurde, den auch Einzelne ganz selbständig erfüllen können.“

(Patsy L’Amour Lalove: „Tatmotiv gesucht“)

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Mehr zum Thema auf Mena Watch: Können Islamisten Schwulenhasser sein?

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