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Aktivistin Gümüsay: Toleranz für ein islamistisches Millieu

Die Aktivistin Kübra Gümüsay. (© imago images/epd)
Die Aktivistin Kübra Gümüsay. (© imago images/epd)

Kübra Gümüsay erfreut sich bei vielen in Deutschland großer Beliebtheit. Wofür sie wirklich steht, interessiert dabei nicht.

Lucien Scherrer, Neue Zürcher Zeitung

Dass die deutsch-türkische Bloggerin, Autorin und Aktivistin Gümüsay am Sonntag ausgerechnet im Haus der Religionen auftritt, um bei einem vom Stadtpräsidenten eröffneten „Sofagespräch“ über ihre Thesen zu referieren, mag auf den ersten Blick erstaunen. Denn die von der Stadt subventionierte Institution soll den kulturellen Dialog und die interreligiöse Toleranz fördern, zwischen Christen, Juden, Muslimen, Aleviten, Buddhisten und Sikhs.

Kübra Gümüsay tut das offiziell auch. Aber ob sie unter Toleranz wirklich Toleranz für Andersdenkende und -gläubige versteht oder vor allem Toleranz für konservative Muslime und Islamisten, ist umstritten. Dies vor allem in Deutschland, wo die Deutschtürkin immer wieder durch ihre geistige Nähe zu islamistischen Vordenkern oder Organisationen aufgefallen ist. (…)

Weil sie das Gendersternchen benutzt, antirassistischen Jargon pflegt und sich „gegen rechts“ positioniert, steht sie für kirchliche, feministische und linke Kreise automatisch auf der richtigen Seite. Was sie eigentlich vertritt und mit wem sie politisch verkehrt, interessiert dagegen weniger. Oder es hat nicht zu interessieren. (…)

So gehört es zur Strategie von Islamisten, sich mit antisexistischen und antirassistischen Parolen bei jüdischen Verbänden und LGBT-Vertretern anzubiedern, um vorgeblich gemeinsam gegen die böse Mehrheitsgesellschaft zu kämpfen. Vor allem aber bleibt das Milieu, in dem sich Gümüsay bewegt, trotz aller Distanzierungen genauso islamistisch wie die Denkmuster, die sie verbreitet.

(Aus dem Artikel „Islamismus mit Gendersternchen“, der von der Neuen Zürcher Zeitung veröffentlicht wurde.)

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