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»Tod für USA und Israel«: Wenn das iranische Regime nach Mekka pilgert

Die iranischen Mekka-Pilger während einer der Hadsch-Zeremonien
Die iranischen Mekka-Pilger während einer der Hadsch-Zeremonien(Quelle: MEMRI)

Wie jedes Jahr nutzt das iranische Regime die religiösen Feierlichkeiten rund um die Pilgerreise nach Mekka, um die Gläubigen gegen die USA und Israel aufzuhetzen.

Am 8. Juli zeigte der iranische Sender IRINN TV Aufnahmen iranischer Pilger in Mekka, die während ihrer Hadsch die Zeremonie zur »Ablehnung der Polytheisten« begehen, einer von Ayatollah Khomeini wiedererweckten religiösen Tradition, die der »Verärgerung der Polytheisten und der Feinde Allahs und seines Propheten« dienen soll.

Die Pilger, so heißt es in einem älteren Filmbeitrag über die Zeremonie, glauben, ihr Hadsch, die nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Angewohnheit ist, sei unvollständig, würden sie den Polytheisten nicht abschwören, was ein Gläubiger mit den Worten zusammenfasst, sie hätten sich zusammengefunden, »um Amerika und Israel auf den Mund zu schlagen«.

In einer von MEMRI übersetzten Ansprache wandte sich Abdolfattah Navvab, der Beauftragte für Angelegenheiten der Hadsch von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei, an die Pilger:

»Niemand kann von sich behaupten, an Gott zu glauben und zur selben Zeit ein Freund der globalen Arroganz [Bezeichnung des Regimes für die USA, Anm. Mena-Watch] zu sein. Niemand kann von sich behaupten, an Gott zu glauben, während er die Hände der Plünderer Palästinas und Mörder palästinensischer Kinder schüttelt.«

Im Anschluss daran skandierten die Pilger während der von einem Vorsänger geleiteten Zeremonie immer wieder Slogans wie »Von Allah kommt Unterstützung und der Sieg ist nah!«, »Tod den heimtückischen USA!« oder »Tod für Israel!«.

Im Jahr 2019 wurde bei der in der Ebene von Arafat bei Mekka stattfindenden Zeremonie eine Rede von Khamenei selbst verlesen, worauf die Menge mit Sprechchören wie »Israel ist der Feind Allahs!« oder »Das Regime, das Palästina besetzt, muss vom Angesicht der Erde getilgt werden!« reagierte. Es sei, so sagte eine der Gläubigen, eine der Grundlagen ihrer Religion, nicht nur ihre Loyalität zu zeigen, sondern auch ihre Abscheu gegenüber allen Feinden.

Der als Mitglied des Schlichtungs- und des Expertenrats hochrangige Funktionär der Islamischen Republik Iran, Ghorbanali Dorri-Najafabadi, erklärte damals:

»Alle Anhänger der Front der Wahrheit müssen vereint unter dem Banner des Monotheismus, der Einigkeit und des Gehorsams gegenüber dem Führer stehen – und gegen die Front der Ketzerei, des Polytheismus, der Heuchelei, des Zionismus, der Arroganz und der Reaktion. Das ist die Bedeutung dieser Zeremonie der Ablehnung [der Polytheisten].«

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