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Ruf nach Beseitigung Israels in der „Kleinen Zeitung“

Sehr geehrte Redaktion der Kleinen Zeitung,

da haben Sie sich ja etwas Besonderes einfallen lassen: Ausgerechnet am 70. Jahrestag der Gründung Israels boten Sie einem Vertreter der Palästinenser die Gelegenheit, die Vernichtung Israels zu propagieren. Denn genau das tat Salah Abdel Shafi, der seit einigen Jahren den Titel „Botschafter“ tragen darf, in seinem Gastkommentar: Neben der für Leute wie ihn üblichen Mischung aus Geschichtsklitterung und Propagandalügen gab Shafi der „Hoffnung“ auf ein „Ende der Besatzung“ Ausdruck. Und wann soll diese „Besatzung“ begonnen haben, die längst Geschichte sein könnte, wenn die palästinensische Seite sich nicht seit Jahrzehnten einem Friedensschluss konsequent verweigern würde und seit geraumer Zeit nicht einmal mehr zu direkten Verhandlungen über eine Lösung des Konflikts bereit wäre? Etwa im Juni 1967, als Israel in einem Präventivkrieg die Kontrolle über das Westjordanland erlangte? Weit gefehlt, denn Shafi schreibt explizit von „70 Jahren Besatzung“. Sie begann demnach also am Tag der Gründung Israels im Mai 1948 – und ein Ende dieser „Besatzung“ wäre somit gleichbedeutend mit dem Ende des jüdischen Staates. Ist es Teil Ihres Verständnisses von ‚Ausgewogenheit‘, dass am Jahrestag der Gründung Israels auch dem Ruf nach dessen Beseitigung Raum geboten werden muss?

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank

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