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Gestern Sonntagsreden, heute Handel mit dem iranischen Regime

Außenminister Heiko Maas anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar:

„Die Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht hat dazu beigetragen, dass unser Land heute liberal, weltoffen und friedlich ist. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Was wir jetzt brauchen, sind neue Ansätze, um historische Erfahrungen für die Gegenwart zu nutzen. Unsere Geschichte muss von einem Erinnerungs- noch stärker zu einem Erkenntnisprojekt werden. (…) Erinnern sollte nicht museal, sondern gegenwärtig sein. (…) Wir dürfen nie vergessen. Wir dürfen nie gleichgültig sein.“

Bericht in der Süddeutschen Zeitung, nur einen Tag danach:

„Frankreich, Großbritannien und Deutschland gehen auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump: Sie haben die Vorbereitungen für eine Zweckgesellschaft abgeschlossen, die es europäischen Firmen erlauben soll, trotz der US-Sanktionen weiter Geschäfte mit Iran zu machen. Die Umsetzung stehe kurz bevor, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in Brüssel. Die Gesellschaft soll laut Diplomaten noch im Januar in Frankreich registriert und von einem Deutschen geführt werden.“

2 Gedanken zu „Gestern Sonntagsreden, heute Handel mit dem iranischen Regime

  1. nussknacker56

    Hoffentlich gehen nicht noch mehr Leute – so wie Heiko Maas das für sich reklamiert – wegen „Auschwitz in die Politik“. Es könnte einem sonst Angst und Bange werden.

    Maas ist ein typisch sozialdemokratischer Politiker, der zuletzt dafür verantwortlich war, dass der deutsche UNO-Delegierte mit der demokratischen Crème-de-la-crème (Iran, Nordkorea, Russland, China) dieser Welt mit acht Resolutionen gegen Israel gestimmt hat. Seine Begründung: „Um es nicht noch zu Schlimmeren kommen zu lassen.“

  2. Escriba

    Die Aussagen von Heiko Maas sind so, dass ich ihm sogar zustimmen möchte, wenn er sich nicht längst disqualifiziert hätte.
    Vermutlich hat er nur etwas abgelesen, was ihm ein geschickter Redenschreiber vorbereitet hat. Oder er beherrscht besonders gut die zweifelhafte Kunst, überall das Gefällige zu sagen, aber davon unabhängig zu handeln.
    Maas ist als Person einer der stärksten Lieferanten für eine von der Wirklichkeit der Politik vollkommen abgespaltete Semantik.
    Er kämpft verbal für Meinungsfreiheit und schafft Zensurgesetze und verfolgt Andersdenkende.
    Er ist einer der obersten verbalen Gedenker an die NS-Verbrechen, aber er tabuisiert den im Inland immer deutlicher werdenden muslimischen Hass auf Juden und Israel und die Rolle des Iran.
    Ich kann mir das Verhalten und das Selbstbild einer Person wie Maas nur schwer erklären.
    Ich frage mich oft, worauf will ein solcher Mann schauen und stolz sein, wenn er einmal auf sein Leben zurückblickt.

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