Immobilienverkauf an Israelis: Autonomiebehörde verhaftet Palästinenser

„Wie die Jerusalem Post in Erfahrung gebracht hat, haben Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) einen palästinensischstämmigen Amerikaner festgenommen, weil er verdächtigt wird, in Ostjerusalem ein Immobiliengeschäft mit Juden abgeschlossen zu haben. Seine Angehörigen haben das US-Außenministerium von seiner Verhaftung in Kenntnis gesetzt. Palästinensischen Quellen zufolge habe der in Bethlehem lebende Mann für das kommunalpolitische Ministerium der PA gearbeitet. ‚Der 55jährige Mann, der amerikanischer Staatsbürger ist, wird in Ramallah von den palästinensischen Sicherheitsdiensten wegen seiner Rolle beim Verkauf eines Arabern gehörenden Hauses in der Altstadt von Jerusalem an eine jüdische Organisation verhört’, berichteten die Quellen der Jerusalem Post. Der Mann werde verdächtigt, als Anwalt zwischen dem Hausbesitzer und der jüdischen Organisation, die die Immobilie erwarb, vermittelt zu haben. Ein hochrangiger Sicherheitsmitarbeiter der PA in Ramallah weigerte sich, zu der Festnahme eines US-Bürgers Stellung zu nehmen. (…)

Die palästinensische Religionsbehörde hatte vergangene Woche eine Fatwa bestätigt, die es Palästinensern untersagt, Immobilien an Israelis zu verkaufen. Manche Palästinenser haben gefordert, dass auf Zuwiderhandlungen die Todesstrafe stehen sollte. Eine Quelle gab der Jerusalem Post gegenüber an, der Mann werde verdächtigt, für den Verkauf des im muslimischen Quartier der Jerusalemer Altstadt gelegenen Hauses, das einer palästinensischen Witwe gehörte, eine Kommission von 25.000 Dollar erhalten zu haben. Möglicherweise sei der Mann auch am kürzlich erfolgten Verkauf eines weiteren Hauses im muslimischen Quartier an Ateret Cohanim, eine Organisation, die eine Jeschiwa betreibt und seit langem arabische Immobilien in der Altstadt und Ostjerusalem aufkauft, beteiligt gewesen.“ (Khaled Abu Toameh: „Exclusive: PA arrests Palestinian-American for property sale to Jews“)

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