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Die Israel-Boykottbewegung, Extremisten gegen den Frieden

Israel-Boykotteure demonstrieren vor dem deutschen Bundestag. (imago images/snapshot)
Israel-Boykotteure demonstrieren vor dem deutschen Bundestag. (imago images/snapshot)

Ihre Reaktionen auf das Abraham-Abkommen machen erneut deutlich: Israelboykott-Aktivisten sind Extremisten, die gegen den Frieden agitieren.

Ari Ingel/Karys R. Oschin, The Jerusalem Post

In den Social Media reichen Emiratis, Bahrainis und Israelis einander die Hände, um das historische Abraham-Abkommen zu feiern, das die informellen Beziehungen zwischen Israel und den beiden Ländern normalisiert hat. Staatsoberhäupter, Kulturschaffende und Privatpersonen laden bereits zu gegenseitigen Besuchen ein und diskutieren über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Die überwältigende Mehrheit der Länder auf der Welt hat diesen Durchbruch begrüßt, der Grund für optimistische Hoffnung auf Frieden und Wohlstand in der Region ist.

Erwartungsgemäß stimmt die Boykott-, Desinvestitionen- und Sanktionsbewegung (BDS), die darauf abzielt, Israel wirtschaftlich, kulturell und geopolitisch zu isolieren, nicht in diesen Chor ein.

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Das Kernprinzip der Bewegung – „Anti-Normalisierung“ – zielt darauf ab, jegliche Interaktion zwischen Israelis und Arabern einzuschränken, und hält jede Form der Zusammenarbeit für verräterisch. Die BDS-Bewegung „verurteilt“ das Abraham-Abkommen auf das Schärfste und ruft nun zu einem vollständigen Boykott der von den Vereinigten Arabischen Emiraten gesponserten Aktivitäten, Festivals und Projekte auf.

Traurigerweise sind die größten Opfer einer solchen Antinormalisierung die Palästinenser selbst, die daran gehindert werden, ihre Rede- und Kunstfreiheit auszuüben und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. (…)

Im vergangenen Monat hat ein 11-jähriger palästinensischer Junge ein Video von sich selbst gepostet, in dem er rappt und das in sozialen Medien weite Verbreitung fand. In einem anschließenden Interview erklärte der Junge, dass er „gerne Liebe zwischen uns [Palästinensern] und Israel verbreiten würde“.

Das unschuldige Streben des Kindes nach Frieden rief heftige Kritik hervor. Er war einer bösartigen Mobbing-Kampagne unter anderem von BDS-Aktivisten ausgesetzt, die ihn an den Pranger stellten, weil er für eine „Normalisierung“ mit Israel eintrat. Das Interview wurde unter Druck vom Netz genommen, und der Vater des Jungen hat sich von den Äußerungen seines Sohnes distanziert.

Im vergangenen April alarmierte die BDS-Aktivistin und ehemalige Mitarbeiterin von Amnesty International, Hind Khoudary, die Hamas Gaza über ein Zoom-Treffen zwischen dem palästinensischen Friedensaktivisten Rami Aman und israelischen Friedensaktivisten. Die Zoom-Veranstaltung sollte beiden Seiten die Gelegenheit bieten, sich über das Leben während der Pandemie auszutauschen. Aman wurde kurz darauf verhaftet, seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört. (…)

Als zwei prominente palästinensische Softwarefirmen an die Bir Zeit-Universität in der Nähe von Ramallah eingeladen wurden, um palästinensischen Studenten Arbeitsplätze zu verschaffen, wurden sie von BDS-Randalierern mit dem Spruch „Normalisierung ist Hochverrat“ vom Campus vertrieben. Der Grund? Die Softwarefirmen hatten zuvor mit israelischen Technologiefirmen zusammengearbeitet.

Auf ähnliche Weise wurden palästinensische Mädchen, die in den USA ein Koexistenz-Sommercamp mit israelischen Mädchen besuchten, Opfer verbaler Übergriffe aus den Reihen der BDS-Bewegung. Als „Verräterinnen“ und „Prostituierte“ verunglimpft, verließen viele der Palästinenserinnen aus Angst das Camp. Die BDS-Bewegung forderte auch die Europäische Union auf, eine Koexistenz-Veranstaltung in Belgien mit jungen Israelis und Palästinensern abzusagen, was viele Teilnehmer zum Rückzug veranlasste. (…)

Während immer mehr arabische Staaten ihre jahrzehntelange Antinormalisierungshaltung gegenüber Israel aufgeben, streichen die Abkommen mit Bahrain und den Emiraten hervor, was viele von uns, die die BDS-Bewegung beobachtet haben, schon immer wussten: Ihr Ziel ist die Eliminierung des Staates Israel, nicht die Koexistenz zwischen Juden und Arabern in der Region. Denjenigen, die eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts anstreben, wäre am besten damit gedient, die BDS-Bewegung vom Mainstream in den radikalen Randbereich zu drängen, wo sie hingehört. Vielleicht wird die Welt deren Aktivisten jetzt endlich als das sehen, was sie sind: extremistische Ideologen, die schon immer gegen den Frieden waren.

(Der Artikel „The BDS movement, through anti-normalization, is bent on silencing Arabs“ ist in der Jerusalem Post erschienen. Übersetzung von Florian Markl.)

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