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Bericht bezweifelt Behauptungen von „Breaking the Silence“ über Gazakrieg 2014

Breaking the Silence verliest Zeugenaussagen von Soldaten vor der Kirya-Militärbasis in Tel Aviv, 1. Juli 2017
Breaking the Silence verliest Zeugenaussagen von Soldaten vor der Kirya-Militärbasis in Tel Aviv, 1. Juli 2017 (Quelle: JNS)

Ein neuer Bericht behauptet, dass die von „Breaking the Silence“ gesammelten Zeugenaussagen israelischer Soldaten so bearbeitet wurden, dass sie mit dem Narrativ der NGO übereinstimmen.

Yair Altman

Ein neuer Bericht der Pro-Israel-Lobbygruppe Ad Kan präsentiert Zeugenaussagen von israelischen Soldaten, die Behauptungen von Breaking the Silence widersprechen, dass die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) während der „Operation Protective Edge“ im Jahr 2014 Menschenrechtsverletzungen begangen hätten.

Nach Abschluss der Operation im Gazastreifen, die als Reaktion auf die Entführung und Ermordung von drei israelischen Teenagern durch Hamas-Aktivisten stattfand, verteilte Breaking the Silence eine Broschüre mit 111 anonymen, angeblich von IDF-Soldaten getätigten Zeugenaussagen. Diese Aussagen führten dazu, dass gegen Offiziere und Soldaten der IDF wegen möglicher Kriegsverbrechen ermittelt wurde. Die Anschuldigungen wurden letztlich als unbegründet eingestuft.

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Die IDF-Militärpolizei untersuchte, ob die fraglichen Offiziere und Soldaten in Übereinstimmung mit den IDF-Protokollen gehandelt hatten, und stellte fest, dass sie sich an diese Protokolle gehalten hatten. Breaking the Silence behauptet jedoch, dass die Protokolle selbst problematisch seien und startete eine internationale Kampagne. Dieses umfasste Interviews und Zeitungskolumnen, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, um so die Behauptung zu untermauern, Israel und die IDF hätten während der Gaza-Operation 2014 Kriegsverbrechen begangen.

Aussagen bearbeitet

Der nun veröffentlichte Bericht von Ad Kan konzentriert sich auf einige der von Breaking the Silence beschriebenen Vorfälle und behauptet, dass die „Zeugenaussagen“ der Soldaten in einer voreingenommenen Weise präsentiert wurden. Einige der Zeugen gaben bei ihrer Befragung zu, dass sie bei den Vorfällen, die sie beschrieben haben, selbst nicht anwesend gewesen seien, so der Bericht. Noch besorgniserregender ist, dass einige der interviewten Soldaten erklären, Breaking the Silence habe ihre Aussagen editiert und dabei deren Inhalt verändert.

Zum Beispiel beschreibt eine anonyme Zeugenaussage eines Soldaten des Panzerkorps, wie Mitglieder einer Panzerbesatzung absichtlich und ohne Grund auf Zivilisten geschossen haben sollen „wie in einem Computerspiel“. Der Soldat, Yaron Ze’ev, und seine Kameraden wurden von der Militärpolizei befragt und erklärten, Breaking the Silence habe ihre Aussagen „bearbeitet“.

Die NGO veröffentlichte auch fünf verschiedene Beschreibungen eines anderen Vorfalls, bei dem sich ein älterer Palästinenser, der verdächtig erschien, einem in Beit Hanoun kämpfenden Kontingent von Soldaten der Nahal-Brigade näherte und erschossen wurde. Breaking the Silence veröffentlichte die Zeugenaussagen getrennt und erweckte so den Eindruck, dass es sich um fünf verschiedene Vorfälle gehandelt habe.

Ad Kan berichtet, dass eine Nachbesprechung von zehn Soldaten und Offizieren, die bei dem Vorfall dabei gewesen waren, ergab, sie hätten vorschriftsmäßig gehandelt, da der Mann sich ihnen weiter genähert hatte, obwohl er auf Arabisch aufgefordert wurde, stehen zu bleiben, wobei er auch nicht auf in in die Luft abgegebene Warnschüsse reagierte.

Geldspenden durch unbegründete Vorwürfe

„Die Veröffentlichung der unhaltbaren Zeugenaussagen kam der Organisation [Breaking the Silence] zugute, da sich die eingehenden Spenden aufgrund des durch die Veröffentlichung ausgelösten, ebenfalls unbegründeten Proteststurms verdoppelten“, so Ad Kan.

Breaking the Silence sagte in einer Antwort: „Dies ist ein Haufen von Lügen. Als ehemalige Kampfsoldaten hat sich unsere Kritik nie gegen die IDF-Soldaten gerichtet, sondern eher gegen die Politik und die Entscheidungsträger. Wir werden die falschen Behauptungen von Ad Kan vor Gericht ihrer Unwahrheit überführen, wie wir es auch in anderen gegen uns geführten Verfahren getan haben.“

Der Artikel „Advocacy group casts doubt on NGO’s claims of IDF abuses“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.   

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