Wieso stören Metalldetektoren bloß in Jerusalem beim Gebet?

„Die Geduld, die die israelischen Sicherheitskräfte in der sogenannten Tempelberg-Krise beweisen, ist bewundernswert. Die Zugeständnisse, die trotz Terror und permanenter Provokation gemacht werden, zeigen, wer an der heiligen Stätte im Zentrum Jerusalems mit klarem Kopf vorgeht, wer Gewalt vermeiden und eine Eskalation verhindern möchte. Und, andersherum: Es zeigt sich auch, wer genau das nicht möchte. Das Narrativ der Palästinenser als stets unterdrücktem Volk ist den politischen Strippenziehern wichtiger als der Frieden in Stadt, Land und Region. Einmal mehr wird die Religion als Vorwand für Terror und Lüge missbraucht. (…) Begonnen hat alles mit einer Terror-Attacke auf zwei israelische Polizisten, die von drei Mördern am Löwentor, dem Zugang zum Tempelberg, erschossen wurden. Die Waffen waren auf dem Areal des Heiligtums versteckt worden. (…) Die Reaktion Israels war klug, vernünftig und ohne jedes Wenn und Aber (wenn man denn einer zivilisatorischen Vernunft folgt) angemessen: Es wurden Metalldetektoren am Zugang zum Tempelberg errichtet, um zu verhindern, dass erneut Messer oder Schusswaffen in den hochsensiblen Bereich geschleust werden könnten. (…)

Eine einfache Sicherheitsmaßnahme, die denkbar defensivste sogar, bekannt von Flughäfen und Amtsgebäuden, wurde also eingeleitet. Und doch kam es zu einer Empörung, als habe man den Tempelberg vom Militär abriegeln lassen. Die Metalldetektoren würden Gebete stören, hieß es, ein vorgeschobener Wahnwitz, denn auch in Mekka, wo Millionen muslimischer Gläubiger pro Jahr ihren Hadsch abschließen, gibt es seit vielen Jahren solche Geräte. Zum Schutz vor Islamisten, aber das nur nebenbei. (…) Mit mehr Augenmaß, als es Israel in den vergangenen zwei Wochen gezeigt hat, kann ein Staat nicht reagieren, dessen Aufgabe es vorrangig sein muss, seine Bürger zu schützen. Mit weniger Vernunft als die Palästinenserführung allerdings auch nicht. Aber um Vernunft geht es den Aufpeitschern nicht. Das ist durch die Tempelbergkrise noch einmal bewiesen worden. Sie leben von und für den Krieg und verhindern so den Frieden für ihr eigenes Volk.“ (Peter Huth: „Die Geduld der Israelis ist bewundernswert“)

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