Ein Fest im Visier der Israel-Boykottbewegung

„Im Laufe der letzten 36 Stunden ist TLVFest, das jährliche Tel Aviver LGBTQ-Filmfestival, auf unfaire Weise von BDS-Aktivisten angegriffen worden. Ein südafrikanischer Regisseur gab dem Druck von BDS-Aktivisten nach und sagte seine Teilnahme an TLVFest im letzten Augenblick unter Berufung auf die ‚israelische Apartheid’ ab. Zwei weitere Regisseure haben sich inzwischen angeschlossen. TLVFest reagierte auf den Druck der BDS-Aktivisten mit einer Erklärung, in der es unter anderem heißt: ‚Die Behauptung, TLVFest ergehe sich im »pinkwashing« des Leidens des palästinensischen Volks ist völlig abwegig und geht vollkommen an den auf unserem Festival laufenden Filmen und deren Inhalten vorbei. Unser Festival ist als Reaktion auf gesellschaftliche Ungerechtigkeit entstanden. Der LGBT-Community mangelt es, wie der palästinensischen Community, an Sichtbarkeit.’ (…)

Damit, dass man Künstler aus dem LGBTQ-Spektrum bedrängt und zensiert, ist niemandem geholfen. TLVFest hat mit ‚pinkwashing’ nichts zu tun, sondern bietet einen Plattform für offenen Dialog und Gedankenaustauch. An dem Festival beteiligen sich LGBTQ-Menschen und deren Verbündete, Israelis und Palästinenser und Menschen aus der ganzen Welt. Die Rechte der LGBTQ-Menschen und der Frieden zwischen Israelis und Palästinensern werden beide letztlich nur zu erlangen sein, wenn unsere Gesellschaft lernt, ‚das Andere’ anzuerkennen und zu akzeptieren. In beiden Fällen trägt die Boykott-Bewegung nur dazu bei, unsere Communities zurückzuwerfen und voneinander zu trennen.“ (Bericht auf A Wider Bridge: „Facing Boycotts, TLVFest Needs Our Support“)

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