Syrischer Blogger fordert Freundschaft mit Israel

Seit Dezember 2015 betreibt der syrische Blogger Abud Dandadschi seine Website „Thank You Am Israel“, auf der er die israelische Hilfe gegenüber syrischen Flüchtlingen dokumentiert und dem jüdischen Staat für dessen Einsatz dankt. Es gehe darum, so Dandadschi, alte Feindschaften zu beenden und aufzuzeigen, dass nicht Israel der Feind der Araber sei, sondern die Islamisten sowie die Diktatoren, die „Krieg gegen ihr eigenes Volk führen“. Israel, so führt er aus, sei jenes vielmehr Land, das am meisten gegen die Potentaten und Extremisten in der Region unternehme:

„Vor allem aber lasse Israel das syrische Volk nicht im Stich. ‚Unglaublich, was die Israelis für uns tun. Die hätten ja auch sagen können: Aha, wieder diese Araber, die sich gegenseitig abschlachten. Aber nein. Sie haben stattdessen beschlossen, zu helfen.‘ … Israel sei im Prinzip der einzige Staat der Region, der den syrischen Krieg nicht befeuere, sagt Dandachi. Das gelte nicht nur für die Regierung, sondern auch für die Zivilbevölkerung. In seinem Blog listet Dandachi deswegen jüdische Initiativen auf, die sich für Flüchtlinge starkmachen. ‚Man muss sich das einmal vorstellen‘, sagt Dandachi. ‚Die Golfstaaten haben ihre Türen für Syrer dicht gemacht.“ Und das, obwohl sie sich selbst als Freunde Syriens bezeichneten.‘ … ‚Die Juden, das wurde mir immer beigebracht, sind böse.‘ Nach fünf Jahren Krieg fehlt ihm dafür nun endgültig das Verständnis: Es waren Syrer, die mich aus meinem Haus vertrieben haben. Es waren aus dem Iran finanzierte Söldner der Hisbollah, die meinen Landsleuten dabei geholfen haben. ‚Ich finde, es ist an der Zeit, die wahren Feinde zu benennen.‘“

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