Juden verboten, in Jordanien zu beten

Israelisch-jordanische Grenze

„Ein israelischer Regierungsvertreter erklärte am Montag, die jordanische Polizei habe eine Gruppe israelischer Touristen gewarnt, sie würden verhaftet, wenn sie irgendwo in dem Land beteten. Die Touristen hielten sich in Jordanien auf, um das Grab des biblischen Hohepriesters Aaron, der der Bruder von Moses war, zu besuchen. Der Tradition zufolge wurde er in der Nähe Petras auf dem Berg Hor an einer Stelle begraben, die vor Ort als Jabal Haroun bekannt ist. ‚Es stellte sich heraus, dass sie keinerlei religiöse Symbole [tragen] durften’, berichtete der Sprecher der Außenministeriums Emmanuel Nahshon der Times of Israel. Der Vorfall habe sich entweder am Sonntag oder am Montag ereignet.

Einer der Touristen, Rabbi Menashe Zelicha aus Bnei Brak erklärte, die Polizisten hätte der Gruppe gesagt, es sei ‚Juden in ganz Jordanien verboten zu beten’. ‚Wir dürfen morgens nicht beten, keine Tefillin, kein Gebetsschal, nichts – wir können nicht beten, nicht im Hotel, noch nicht einmal auf unserem Zimmer’, berichtete Zelicha dem Radiosender Kol Chai. Polizisten kamen in unser Hotel, schrien herum und drehten durch. Sie würden uns augenblicklich aus Jordanien ausweisen, wenn wir auch nur einen Ton von uns gäben. ‚Wer betet, wird ins Gefängnis gebracht’, sagten sie. Als seine Gruppe die Grenze überschritt, so Zelicha weiter, hätten die Behörden ‚begonnen, den Koffer und alles zu durchsuchen. Wir durften keine Bücher mitnehmen. Sie entfernten die Gebetsmäntel, die Tefillin, bei einem von uns sogar die Tzitzit’. ‚Einer hatte eine Broschüre für die schriftliche Führerscheinprüfung bei sich, die konfiszierten sie ebenfalls. Manchen nahmen sie sogar die Kippah weg. Einige standen mit nichts als ihrem Hemd und ihrer Hose da.’“ (Raphael Ahren: „Jordanian police threaten to jail Israeli pilgrims for praying“)

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