Antiisraelische Tendenzen in UNO-Schulbüchern werden stärker

„Einer am Mittwoch vom Center for Near East Policy Research, dem Simon Wiesenthal Center und dem Middle East Forum veröffentlichten Studie zufolge weisen die neuen Schulbücher, die in den Schulen der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) im Gazastreifen und Westjordanland eingesetzt werden, extreme antiisraelische und antijüdische Ressentiments auf und bieten wenig Hoffnung auf Frieden in der Region. Die Studie wurde von Dr. Aaron Groiss, einem Experten für arabische Schulbücher, zusammen mit leitenden Vertretern der beteiligten Organisationen verfasst. Sie untersuchten gut 150 für verschiedene Fächer bestimmte Schulbücher, die in allen Jahrgangsstufen eingesetzt werden. Von diesen wurden 75 im laufenden und dem vergangenen Jahr im Rahmen eines von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) initiierten Projekts neu herausgebracht. Die PA ist für die Lehrpläne in den UNRWA-Schulen verantwortlich.

Der Inhalt der Schulbücher wurde auf die Darstellung des jüdischen/israelischen ‚Anderen’ hin untersucht. Dabei wurden drei grundlegende Probleme identifiziert: Delegitimierung, Dämonisierung und die Indoktrination zum gewaltsamen Kampf (statt der Erziehung zum Frieden). Den palästinensischen Schulbüchern zufolge haben die Juden in der Region überhaupt keine berechtigten Ansprüche, sondern nur ‚gierige Ambitionen’. In den Büchern heißt es zudem, es gäbe dort auch keine jüdischen heiligen Stätten. Die westliche Tempelmauer in Jerusalem, die Höhle der Patriarchen in Hebron und das Grab Rahels in Bethlehem werden alle als muslimische heilige Stätten präsentiert, die vor Juden geschützt werden müssen.

Die Studie belegt außerdem, dass Städte, die im vergangenen Jahrhundert von Juden errichtet wurden wie Tel Aviv mitunter auf den Landkarten fehlen. ‚Den Schulbüchern der PA zufolge, die an UNRWA-Schulen eingesetzt werden, ist Israel kein legitimer Staat’, so die Studie. ‚Der Name »Israel« kommt auf den Karten nicht vor.’ In vielen Fällen steht an dessen Stelle die Bezeichnung ‚Palästina’, die sich auch auf das Territorium Israels in den Grenzen von vor 1967 erstreckt. Die fast vollständige Entfernung der Bezeichnung ‚Israel’ aus den von der PA 2016/17 veröffentlichten neuen Schulbüchern stelle eine ‚verstörende Entwicklung’ dar, so die Autoren der Studie. ‚[Das Gleiche gilt für] die zahlreichen dämonisierenden Beschreibungen des jüdischen Staats und seine Bezeichnung als »zionistische Besatzung«.’ (…) In einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Schulbuch wird ein Gedicht hervorgehoben, das dem Kampf um die Befreiung der al-Aksa-Moschee und des ganzen Landes – also auch jenseits der 1967 von Israel eroberten Gebiete, beispielsweise einschließlich der Städte Haifa und Jaffa, die beide schon vor 1967 zu Israel gehörten – gewidmet ist. Der Studie zufolge wird die Vorstellung von der gewaltsamen Befreiung in den im vergangenen Jahr veröffentlichten Büchern stärker hervorgehoben.

Erstmals enthält der Lehrplan der PA auch einen Hinweis auf das Schicksal der sechs Millionen Juden, die nach der angeblichen Befreiung im Land sein werden. Den Texten zufolge würden sie vertrieben und ihre ‚besiegten und zerstreuten Überreste vernichtet’.“ (Danielle Ziri: „New UNRWA textbooks for Palestinians demonize Israel and Jews“)

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