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Zweite Corona-Welle in Israel

In Israel kommt es zu einem drastischen Anstieg der Corona-Neuinfektionen
In Israel kommt es zu einem drastischen Anstieg der Corona-Neuinfektionen (© Imago Images / Xinhua)

In den letzten 24 Stunden gab es in Israel 1.681 Corona-Neuinfektionen. Der Ruf nach einem neuerlichen Lockdown wird lauter.

In Israel wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.681 neue Coronavirus-Fälle bekannt, womit sich die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums auf 41.235 erhöht hat.

Von den aktiven Fällen werden 177 als schwerwiegend eingestuft, wobei 55 Personen derzeit an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind. Bis heute hat der Ausbruch das Leben von 368 Menschen gefordert. Nach Angaben des Ministeriums befinden sich derzeit fast 3.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Quarantäne, darunter 837 Krankenschwestern und 450 Ärzte.

Zwar gelang es Israel, die Infektionsrate nach mehrwöchiger strikter Abriegelung im März und April drastisch zu senken, doch nachdem die meisten Beschränkungen im Mai im Zuge der Wiederöffnung der Wirtschaft aufgehoben worden waren, begannen die Infektionszahlen schnell zu steigen, und zwar auf über 1.000 neue Fälle täglich.

Die Regierung hat viele Restriktionen wieder eingeführt, darunter auch Sperrmaßnahmen für bestimmte Städte und Stadtviertel, war jedoch bisher nicht bereit, zu einer vollständigen Schließung zurückzukehren, hauptsächlich aus Sorge um die Wirtschaft des Landes.

Israel verabschiedete am Montag als Teil des wirtschaftlichen Rettungsplans „Safety Net 2020/21“ einen Gesetzentwurf zur Erweiterung des Haushaltsrahmens um 24 Milliarden NIS (7 Milliarden US-Dollar) für das kommende Jahr. Da die Infektionsrate jedoch weiter ansteigt, gab es auch immer lauter werdende Rufe nach der Rückkehr zu einem vollständigen Lockdown.

WHO warnt

Unterdessen warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag davor, dass zu viele Länder einen alarmierend starken Anstieg der Coronavirus-Zahlen verzeichnen, und fügte hinzu, es sei unwahrscheinlich, dass es in absehbarer Zeit eine Rückkehr zum „business as usual“ geben werde.

„Ich möchte ehrlich zu Ihnen sein: Es wird auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur ‚alten Normalität‘ geben“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Lassen Sie es mich unverblümt sagen: Zu viele Länder gehen in die falsche Richtung. Das Virus bleibt Staatsfeind Nummer eins, aber das Handeln vieler Regierungen und Menschen spiegelt dies nicht wider.“

Der WHO-Chef warnte: „Es wird schlimmer und schlimmer und schlimmer werden, wenn die Regierungen keine umfassenden Pläne zur Bekämpfung des Coronavirus einführen und wenn die Öffentlichkeit sich nicht an Einschränkungen und Richtlinien hält.“

Israel’s COVID-19 cases surge, with 1,681 in the past 24 hours (Übersetzung für Mena-Watch von Alexander Gruber.)

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