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Warum Irans Außenminister Zarif zurücktreten will

Warum Irans Außenminister Zarif zurücktreten will„Der Rücktritt von Zarif (…) fällt zeitlich mit einem Besuch des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zusammen, bei dem der Außenminister auffällig abwesend war. Das hat Spekulationen genährt, dass Zarif gehen will, weil er an Einfluss verloren hat.

Gut informierte Quellen haben Al-Monitor gesagt, dass Zarif empört darauf reagiert hat, über den Besuch Assads nicht informiert worden und beim Treffen von Präsident Rohani und dem syrischen Führer nicht dabei gewesen zu sein. Wie es scheint, liegen dem Zerwürfnis Meinungsverschiedenheiten zwischen Zarif und dem Präsidenten zugrunde. Die Nachrichtenseite Entekhab zitierte Zarif mit den Worten, er habe ‚auf der Welt keine Glaubwürdigkeit‘, nachdem er bei dem Treffen mit Assad außen vor geblieben und daher in der ausführlichen Berichterstattung nicht vertreten war.

‚Der Hauptgrund für Zarifs Rücktritt ist klar: Er war sauer darüber, bei dem Treffen mit Assad nicht an der Seite von Präsident Rohani gewesen zu sein‘, berichtete eine unterrichtete Quelle Al-Monitor, die anonym bleiben will. Assad kam auch mit dem obersten geistlichen Führer Ali Khamenei und dem Kommandeur der Quds-Brigaden Qassem Soleinmaini zusammen.

Für den Hintergrund von Zarifs Rücktritt kommen mehrere Szenarien in Frage, darunter seine Unzufriedenheit mit der Politik des Iran in der Region. Einige Quellen mutmaßen gar, er könnte aus Protest gegen einen bevorstehenden Rückzug des Iran aus dem Atomabkommen sein. (…)

Zarif war der Mann, der von Khamenei und Rohani mit der Aufgabe betraut wurde, das Atomabkommen zu retten. Sein Abgang wäre ein schwerer Schlag für die Kooperation zwischen dem Iran und Europa. Unterdessen kommt Rohanis Politik einer ‚konstruktiven Zusammenarbeit‘ unter immer größeren Druck durch Hardliner.“ (Al-Monitor: „Intel: Iran’s top diplomat offers resignation after being iced out of Syria talks“)

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