Iran versucht, seine Angriffskapazitäten in Syrien auszubauen

Tamir Heyman

„Wie der Chef des Militärgeheimdienstes der Israelischen Streitkräfte Generalmajor Tamir Heyman am Mittwoch bei einer geschlossenen Sitzung des International Homeland Security Forum in Jerusalem berichtete, bemüht der Iran sich trotz der israelischen Gegenmaßnahmen weiterhin um den Ausbau seiner Fähigkeiten, von Syrien aus Raketen abzuschießen. ‚Dass es ihnen gelang, Raketen in Richtung Israels abzuschießen, und wir gezwungen waren, unsere Luftschutzbunker zu öffnen, bewerten sie als großen Erfolg, obwohl es sich operationell um einen totalen Misserfolg handelte. Nun sind sie bestrebt, ihre Fähigkeiten, Raketen abzuschießen und Terrorzellen zu gründen, die in Israel eindringen und Siedlungen in den Golanhöhen angreifen können, auszubauen‘, erklärte Heyman dem öffentlichen israelischen Sender KAN gegenüber. Im Mai hatte das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) die israelischen Verteidigungsstellungen auf den Golanhöhen mit einem Schwall von 32 Raketen vom Typ Fajr-5 und Grad beschossen. Sie verursachten keine Schäden und verletzten niemanden, veranlassten Israel aber dazu, seine umfangreichste Operation in Syrien seit 1974 durchzuführen. Es griff mehr als 50 iranischen Stellungen dort an.

Israelische Regierungsvertreter haben ihrer Sorge über die zunehmende Präsenz des Iran an der israelischen Grenze wiederholt Ausdruck verliehen. ‚Niemand hat die Expansion des Iran im Nahen Osten verfolgt‘, erklärte Heyman den Anwesenden. Die internationale Gemeinschaft habe sich auf das Atomabkommen konzentriert, die übrigen besorgniserregenden Entwicklungen wie das Raketenarsenal des IRGC aber ignoriert. Heyman zeigte eine Karte, auf der die syrischen Orte verzeichnet waren, an denen iranische Streitkräfte stationiert sind. (…) Am Donnerstag sprach auch Ministerpräsident Benjamin Netanyahu vor dem International Homeland Security Forum in Jerusalem. Indem es den Iran bekämpfe, erklärte er, diene Israel ‚der Sicherheit und dem Frieden auch jenseits des Nahen Ostens‘.

Assad hatte am Mittwoch dem iranischen al-Alam-Nachrichtendienst gegenüber erklärt, seine Truppen würden von Kämpfern aus dem Irak, Iran und Libanon unterstützt. Teheran verfüge zwar über keine Stützpunkte in Syrien, doch werde er keine Hemmungen haben, sie zu akzeptieren, sollten sie erforderlich sein. Assad Bestritt, dass sich reguläre iranische Streitkräfte in Syrien aufhielten. Doch habe der Iran Syrien in Form seiner ‚Berater‘ ‚Blut geopfert‘. Diese seien ‚im Rahmen unserer langjährigen Beziehung zum Iran schon vor dem Krieg bei uns‘ gewesen, ‚weil wir enge militärische Beziehungen unterhalten‘, hieß es in der von der amtlichen syrischen SANA-Nachrichteagentur veröffentlichten englischen Übersetzung seiner Bemerkungen.“ (Anna Ahronheim: „IDF intel chief: Iran determined to maintain strike capability from Syria“)

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