Iran droht, ausländische Kämpfer gegen eigene Bevölkerung einzusetzen

Musa Ghazanfarabadi

„Am 6. März drohte Musa Ghazanfarabadi, Vorsitzender des Revolutionsgerichts von Teheran, damit, nötigenfalls ausländische Kämpfer in das Land zu bringen, um einen Sturz der Regierung zu verhindern. In einem Gespräch mit jungen islamischen Gelehrten und Klerikern in der Stadt Qom, erklärte Ghazanfarabadi: ‚Wenn interne Kräfte das Regime nicht schützen können, dann werde die Houthi Rebellen, die Popular Mobilization Forces (PMF), die als al-Hashd al-Shaabi (al-Hashd al-Shaabi) bekannt sind, Liwa Fatemiyoun, Liwa Zainebiyoun und andere militante Gruppen, die Teil der Achse des Widerstands sind, die Aufgabe übernehmen und die Islamische Revolution im Iran schützen.‘ (…) In Qom führte Ghazanfarabadi aus, dass die Kleriker ihre Methoden ändern müssen, um die Jugend für sich zu gewinnen: ‚Die junge Generation davon zu überzeugen, an die Islamische Revolution zu glauben, wird mit unseren aktuellen Programmen immer schwieriger und unmöglicher. Wir müssen unsere Methoden und Reden ändern, um die Unterstützung der Jugendlichen zu bekommen und zu verstärken.‘ Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass das seit 1979 bestehende ideologische System, seine Popularität und Legitimität bei den jüngeren Generationen verliert. (…)

Es ist schockierend, dass kein iranischer Funktionär auf die Erklärung des Revolutionsgerichtsführers von Teheran reagiert hat. Trotz der Frustration der Menschen, deutet das anhaltende Schweigen der Regierung in dieser Frage darauf hin, dass der Einsatz ausländischer Kämpfer gegen die eigene Bevölkerung eine offizielle Poisition sein könnte. (…) Es scheint, dass das Land sich gerade einem nie dagewesenen Druck ausgesetzt sieht. Teheran ist bereit, mit aller Kraft gegen diejenigen vorzugehen, die grundlegende Veränderungen wünschen. Die Drohung, fremde extremistische Gruppen gegen das eigene Volk einzusetzen, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass viele der iranischen Sicherheitskräfte bei Massenprotesten nicht den Befehlen des Regimes folgen würden. Es gibt einen Präzedenzfall: Während der Revolution im Jahr 1979 weigerte sich sowohl die Armee als auch die Sicherheitskräfte, ihren Kommandanten zu gehorchen und widersetzten sich dem Befehl des Schahs, mehr Menschen auf der Straße zu töten.“ (Raman Ghavami im Fair Observer: „Iran Threatens to Use Foreign Fighters against Its Own People“)

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