Wo „fucking Jews“ als legitime Israelkritik gilt

Kaveh Kolardi (Quelle: Screenshot Youtube)

„Der norwegische Generalstaatsanwalt entschied am Dienstag, dass die Aussage eines norwegischen muslimischen Rappers, der während eines Konzerts, ‚fucking Jews‘ sagte, keine antisemitischen Hassrede sei, sondern eine legitime Kritik an Israel. Der Zwischenfall ereignete sich im Juni 2018, als der aus dem Iran stammende Rapper Kaveh Kholardi auf einem städtischen Festival in Oslo auf auftrat. Er fragte das Publikum, ob sich Muslime in der Menge befinden. Als einige Leute antworteten, wünschte Kaveh ihnen einen glücklichen Eid. Anschließend fragte er, ob es irgendwelche Juden in der Menge gäbe und als niemand reagierte, sagte er: ‚Fucking Jews‘. Anschließend sagte er: ‚Ich mache nur Spaß‘ (…)

Der Vorsitzendende der örtlichen jüdischen Gemeinde, Ervin Kohn, beklagte sich bei der Polizei und nannte die Aussagen des Rappers Hassrede und Aufwiegelung. Man erklärte ihm jedoch, dass es ‚unter die Redefreiheit von Performance-Künstlern fällt, provokante und satirische Aussagen zu machen.‘ Diese Feststellung wurde von Staatsanwalt Trude Antonsen gestützt, der feststellte, dass die Bemerkungen zwar abwertend und anstößig wären, aber an sich keine strafbare Handlung darstellten. Kohn legte daraufhin Berufung beim Generalstaatsanwalt Tor Aksel Busch ein, der am Dienstag seine Berufung mit der Begründung zurückwies, dass die Bemerkung ‚fucking Jews‘ ‚scheinbar gegen Juden gerichtet sei, man aber auch sagen könnte, dass sie ein Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Politik des Staates Israel darstellen könnten.‘“ (Bericht auf Ynetnews: „Norway AG: ‚F*cking Jews‘ is legitimate criticism of Israel“)

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