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Iran behauptet, Hyperschallraketen entwickelt zu haben

Der Iran wäre nach Russland das zweite Land mit Hyperschallraketen
Der Iran wäre nach Russland das zweite Land mit Hyperschallraketen (© Imago Images / ZUMA Wire)

Raketen dieser Bauart können Berichten zufolge mindestens fünfmal schneller als die Schallgeschwindigkeit und auf komplexen Flugbahnen fliegen, wodurch sie kaum abzufangen sind.

Der Iran habe eine Hyperschallrakete entwickelt, die fähig ist, ausgeklügelte Luftabwehrsysteme zu umgehen, berichtete Reuters am Donnerstag unter Berufung auf den Kommandeur der Luft- und Raumfahrteinheit des Korps der Islamischen Revolutionsgarden IRGC).

»Diese Rakete erzielt eine hohe Geschwindigkeit und kann inner- und außerhalb der Erdatmosphäre manövrieren. Sie zielt auf die fortschrittlichen Raketenabwehrsysteme des Feindes und ist ein großer Quantensprung im Raketenbau«, sagte General Amir Ali Hajizadeh dem Bericht zufolge gegenüber iranischen Medien. »Sie wird in der Lage sein, alle Raketenabwehrsysteme zu durchbrechen«, behauptete er und fügte hinzu, es würde Jahrzehnte dauern, bis ein System zur Neutralisierung dieser Waffe entwickelt werden könnte.

Hyperschallraketen können mindestens fünfmal schneller als die Schallgeschwindigkeit und auf komplexen Flugbahnen fliegen, sodass sie nur schwer abzufangen sind. Bislang ist nur von Russland, einem engen Verbündeten des Irans, bekannt, über solche Waffen zu verfügen, obwohl Berichten zufolge mehrere Länder an ihrer Entwicklung arbeiten. Westliche Militäranalysten weisen darauf hin, dass die Islamische Republik zwar trotz internationaler Sanktionen und Embargos eine große inländische Rüstungsindustrie aufgebaut hat, ihre Waffenfähigkeiten aber zuweilen übertreibe, sodass nicht klar sei, was tatsächlich der Realität entspreche.

Allerdings war es nicht zuletzt die Sorge über das ballistische Raketenprogramm des Irans, die dazu beitrug, dass die USA im Jahr 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump beschlossen, aus dem Atomabkommen auszusteigen, das Teheran drei Jahre zuvor mit den Weltmächten unterzeichnet hatte.

In der vergangenen Woche testete der Iran nach Angaben staatlicher Medien das Modell Ghaem 100, seine erste dreistufige Trägerrakete, die Satelliten mit einem Gewicht von achtzig Kilogramm in eine Umlaufbahn bringen kann, die fünfhundert Kilometer von der Erdoberfläche entfernt ist. Die Vereinigten Staaten bezeichneten Aktionen dieser Art als »destabilisierend«, da solche Trägerraketen für den Transport eines nuklearen Sprengkopfs verwendet werden könnten.

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