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Hamas will permanenten Krieg mit Israel 

Hamas Politbüro-Mitglied Khalil al-Hayya (mitte) am 19. Oktober zu Gast bei Syriens Präsident Assad
Hamas Politbüro-Mitglied Khalil al-Hayya (mitte) am 19. Oktober zu Gast bei Syriens Präsident Assad (Imago Images / APAimages)

Wie ein Politbüro-Mitglied der Terrorgruppe mitteilte, ist nicht die Versorgung des Gazastreifens Ziel der Hamas, sondern ausschließlich die Auslöschung des Staates Israel.

Joshua Marks

Die Hamas habe kein Interesse daran, den Gazastreifen zu regieren, sondern wolle einen niemals enden wollenden Krieg mit Israel, erklärten Mitglieder der Terrorgruppe in einem am Mittwoch veröffentlichten Artikel der New York Times. Nach Angaben der Hamas-Führer war dies eines der Hauptziele ihrer Invasion am 7. Oktober in Südisrael, bei der Tausende bewaffneter Terroristen 1.400 Menschen, zumeist Zivilisten, massakrierten, über fünftausend weitere verwundeten und etwa 240 Geiseln nach Gaza verschleppten.

»Ich hoffe, dass der Kriegszustand mit Israel an allen Grenzen zu einem Dauerzustand wird und die arabische Welt an unserer Seite steht«, sagte Taher el-Nounou, ein Medienberater der Hamas, gegenüber der New York Times. Das in Katar ansässige Politbüro-Mitglied Khalil al-Hayya erklärte, den Angriff vom 7. Oktober geplant zu haben, um »die gesamte Gleichung zu ändern und nicht nur, um einen Schlagabtausch zu führen«. 

Al-Hayya fügte hinzu, die Hamas habe »es geschafft, die palästinensische Frage wieder auf den Tisch zu bringen, sodass jetzt niemand in der Region mehr Ruhe erlebt«. Das Ziel seiner Organisation sei »es nicht, den Gazastreifen zu regieren und ihn mit Wasser, Strom und so weiter zu versorgen«, sagte der Politbüro-Funktionär. »Die Hamas, die Qassam-Brigaden [der militärische Arm der Terrorgruppe, Anm.] und der Widerstand haben die Welt aus ihrem Tiefschlaf geweckt und gezeigt, dass das Thema auf dem Tisch bleiben muss.«

Er fügte hinzu, dass »dieser Kampf nicht stattgefunden« habe, »weil wir Treibstoff oder Arbeit wollten. Es ging nicht darum, die Situation in Gaza zu verbessern. Dieser Kampf dient dazu, die Situation komplett umzustürzen.«

Offene Eingeständnisse

Der hoher Hamas-Funktionär Ghazi Hamad hatte bereits am 24. Oktober gegenüber dem libanesischen Fernsehsender LBC TV erklärt, die Terrorgruppe werde auch weiterhin Massaker wie das vom 7. Oktober verüben, und zwar solange, bis der jüdische Staat zerstört sei. »Israel ist ein Land, das keinen Platz auf unserem Land hat. Wir müssen dieses Land beseitigen, weil es eine sicherheitspolitische, militärische und politische Katastrophe für die arabische und islamische Nation darstellt und beendet werden muss.«

Die Hamas schäme sich nicht, »dies mit aller Entschiedenheit zu sagen«, fügte Hamad hinzu. Die Existenz Israels sei »unlogisch« und »der Grund für all den Schmerz, das Blut und die Tränen. Die Al-Aqsa-Flut [Hamas-Bezeichnung für das Massaker vom 7. Oktober] ist nur das erste Mal, und es wird ein zweites, ein drittes und ein viertes Mal geben, denn wir haben die Entschlossenheit und die Fähigkeiten zu kämpfen.«

CNN-Moderator Jake Tapper zitierte Hamads Interview und die Worte weiterer Hamas-Führer wie Ismail Haniyeh oder Mousa Abu Marzouk in einem Beitrag, in dem es um die Frage ging, wie wenig sich die Terrorgruppe im Vergleich zu ihrem Krieg gegen Israel um das Leben der Zivilbevölkerung in Gaza kümmert.

(Der Artikel erschien auf Englisch beim Jewish News Syndicate. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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