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Wegen Karikatur über Kamelurin-Coronakur verhaftet

Iranische Karikatur verspottet islamische Medizin
Iranische Karikatur verspottet islamische Medizin (Quelle: Twitter Mina Bai)

Der Chefredakteur und ein Social-Media-Manager der iranischen Nachrichtenagentur ILNA wurden wegen einer Karikatur verhaftet, in der die „islamische Medizin“ verspottet wird.

Yaghoub Fazeli, Al Arabiya English

ILNA-Chefredakteur Masoud Heydari und der Telegram-Verantwortliche der Agentur, Hamid Haghjoo, wurden am selben Tag verhaftet, an dem die Karikatur veröffentlicht worden war, erklärte Teherans Staatsanwältin Ali Alghasi-Mehr am Montag. Heydari sei gegen Kaution freigelassen worden, während Haghjoo nach Angaben staatlicher Medien noch in Haft ist.

Die Karikatur wurde am Freitag auf dem Telegram-Kanal von ILNA veröffentlicht und später gelöscht. Telegram ist eine unter Iranern äußerst beliebte Nachrichten-App. Sie verspottete einen Spezialisten für „islamische Medizin“, der vor kurzem die Iraner dazu aufgefordert hatte, Kamelurin zu trinken, da dieser angeblich das Coronavirus heilen könne.

Darüber hinaus wurde auch Ayatollah Abbas Tabrizian verspottet, der von seinen Anhängern im Iran als der Vater der „islamischen Medizin“ angesehen wird. [Tabrizi hatte zuvor erklärt, das Auftragen von Veilchen-Öl auf den Anus würde Corona heilen; Anm. Mena-Watch.] Die „islamische Medizin“ im Iran verlässt sich bei der Behandlung von Patienten auf die Sprüche der schiitischen Imame und lehnt die moderne Medizin ab.

Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde in der Karikatur als Krankenschwester dargestellt, die zum Schweigen aufruft. Leitende Geistliche in der Islamischen Republik sollen an die islamische Medizin glauben.

News editor in Iran arrested over cartoon mocking Islamic medicine

Mehr zum Thema auf Mena-Watch: Spezialist für islamische Medizin will Corona mit Kamelurin heilen

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