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UN-Bericht über die Menschenrechtslage im Iran

Ein UN-Bericht geht auch auf die Verfolgung von lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Menschen im Iran ein. (© imago images/Markus Tischler)
Ein UN-Bericht geht auch auf die Verfolgung von lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Menschen im Iran ein. (© imago images/Markus Tischler)

Von Peitschenhieben bis zur Todesstrafe: Der Bericht geht auch auf die Verfolgung von sexuellen Minderheiten im Iran ein.

Kersten Knipp, Deutsche Welle

Die Beamten interessierten sich für alles, was in der Wohnung des jungen Mannes Aufschluss über die „Verfehlungen“ des Beschuldigten geben könnte, vom Wäscheschrank bis zum Computer. Denn Sahand, so der Name des jungen Mannes, hatte gegen die Prinzipien und Gesetze der Islamischen Republik Iran verstoßen: Er war in flagranti erwischt worden, im Bett mit einem anderen Mann. Ein Verwandter hatte die beiden ertappt. (…)

„Kaum waren wir entdeckt, war auch mein Vater zur Stelle. Er tobte, schrie mich an, warf mir vor, sein Leben zerstört zu haben. Er wolle nichts mehr mit mir zu tun haben, mich nie wieder sehen. Später kamen dann die beiden Beamten. Daraufhin rief meine Mutter meine Schwester an, der ich mich bereits anvertraut hatte.“ Über die Schwester erfuhr Sahand schließlich auch, dass der Verwandte ihn an die Sicherheitsbehörden verraten hatte. (…)

Was ihm im Iran blühen könnte, ist dem jüngsten Bericht des UN-Sondergesandten zur Situation der Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, zu entnehmen. Darin äußert sich Shaheed auch zur Situation lesbischer, schwuler, bisexueller und transsexueller Menschen im Iran. Sie seien Menschenrechtsverletzungen und weit verbreiteter Diskriminierung ausgesetzt, so Shaheed. „Hochrangige Beamte beschreiben die Gemeinschaft in hasserfüllten Begriffen, unter anderem, indem sie die jeweiligen Personen als ‚Untermenschen‘ und ‚krank‘ bezeichnen.“

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Sexueller Kontakt kann im äußersten Fall die Todesstrafe nach sich ziehen. Auf Küsse und Berührungen stehen Peitschenhiebe. Die Kriminalisierung einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Handlungen legitimiere Gewalt durch staatliche Akteure und Privatpersonen, berichtet Shaheed weiter: „Einschließlich der Anwendung von Folter, Schlägen und Vergewaltigung durch Strafverfolgungsbehörden und Bürgerwehren“, heißt es in dem UN-Bericht.

(Aus der Bericht „Hartes Schicksal Homosexueller im Iran“, der von der Deutschen Welle veröffentlicht wurde.)

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